Der österreichische Automobilzulieferer Polytec meldet sich in der Gewinnzone zurück. Nach einer operativen Durststrecke zeigt die Entwicklung nach oben, was sich deutlich im Aktienkurs widerspiegelt. Seit Jahresbeginn legte der Titel um rund 37 Prozent zu.
Die Baader Bank bekräftigte jüngst ihre positive Einschätzung für das Unternehmen. Die Analysten setzen das Kursziel auf 4,72 Euro fest und belassen die Einstufung auf „Add“. Sie verwiesen dabei auf das Auftaktquartal 2026, dessen Zahlen die Markterwartungen leicht übertrafen.
Hintergrund der Zuversicht ist der Trend bei der Profitabilität. Die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen beginnen zu greifen und stabilisieren den Ausblick. Das Management reagiert damit auf ein weiterhin schwieriges geopolitisches Umfeld, das die Margen belasten könnte.
Ein zentraler Faktor für das Interesse der Investoren ist die geplante Rückkehr zur Dividende. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung von 0,20 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr hatten die Aktionäre aufgrund der schwierigen Ertragslage keine Zahlung erhalten.
Basis für diesen Vorschlag ist ein Nettoergebnis von über 10 Millionen Euro. Damit kehrte Polytec im vergangenen Jahr klar in die schwarzen Zahlen zurück. Die endgültige Entscheidung über die Dividende soll auf der Hauptversammlung im Juni 2026 fallen.
Restrukturierung zeigt Wirkung
Um die Rentabilität langfristig zu sichern, hat der Konzern sein Portfolio gestrafft. Der Verkauf des operativen Geschäfts in Großbritannien wurde zum Jahreswechsel abgeschlossen. Indes stellte das Werk in Weierbach Ende April planmäßig den Betrieb ein, um die Fixkosten der Gruppe zu reduzieren.
Trotz eines voraussichtlich leicht sinkenden Gesamtumsatzes peilt das Management für das laufende Geschäftsjahr eine EBIT-Marge von rund 3 Prozent an. Die Aktie notierte zuletzt bei 4,54 Euro und damit nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Die offizielle Einladung zur Hauptversammlung im Juni dürfte nun weitere Details zur künftigen Ausschüttungsstrategie liefern.
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