Das Analysehaus Jefferies hat die Gewinnerwartungen für Partners Group spürbar nach unten korrigiert. Die Analysten senkten gestern das Kursziel für den Schweizer Vermögensverwalter von 710 auf 605 CHF.
Zudem reduzierten sie die Prognosen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2026 und 2027 um 10 beziehungsweise 11 Prozent. Im gestrigen Handel gab der Kurs der Aktie um 1,4 Prozent nach und schloss bei 629,00 Euro.
Schwächere Erträge belasten die Aussichten
Hintergrund der Zurückhaltung sind die jüngsten Geschäftsdaten des Unternehmens. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete Partners Group einen Ertragsrückgang von 7 Prozent auf 1,12 Milliarden CHF. Besonders deutlich fiel der Einbruch bei den leistungsabhängigen Einnahmen aus: Die Performance Fees sanken um 39 Prozent auf 216 Millionen CHF.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging in den ersten sechs Monaten um 9 Prozent auf 706 Millionen CHF zurück, womit die EBITDA-Marge bei 63 Prozent lag. Der Nettogewinn fiel parallel dazu um 13 Prozent auf 502 Millionen CHF.
Angesichts dieser Entwicklung passte die Unternehmensführung ihre Erwartungen für das Gesamtjahr an. Der Anteil der Performance Fees am Gesamteinkommen für 2026 wurde auf 20 bis 25 Prozent prognostiziert, nachdem zuvor eine Spanne von 25 bis 40 Prozent veranschlagt worden war.
Das Fundraising-Ziel blieb hingegen stabil: Partners Group rechnet für das Gesamtjahr unverändert mit Kapitalzusagen zwischen 26 und 32 Milliarden USD.
Umbau an der Führungsspitze
Neben den operativen Herausforderungen befindet sich der Vermögensverwalter in einer Phase personeller und organisatorischer Weichenstellungen. Wie vor rund einem Monat bekannt wurde, tritt Konzernchef David Layton ab. Zum 1. Januar 2027 übernehmen Roberto Cagnati und Juri Jenkner die Leitung als Co-CEOs.
Parallel dazu prüft das Management neue Wege im Kreditgeschäft: Vor gut einer Woche berichtete Bloomberg, dass das Haus erwägt, Darlehen aus dem Bereich Private Credit im Umfang von rund 800 Millionen Euro in ein Fortführungsvehikel zu überführen. An der Börse bleibt der Druck auf den Titel vorerst bestehen. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 41 Prozent.
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