Partners Group erweitert sein Angebot im Kreditgeschäft. Der Vermögensverwalter hat heute eine globale Multi-Sector-Strategie für private Kredite aufgelegt. Sie läuft als offener Evergreen-Fonds und richtet sich an institutionelle Anleger ebenso wie an vermögende Privatkunden.
Breit gestreut statt auf ein Segment gesetzt
Die Strategie peilt jährliche Renditen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Der Großteil soll aus laufenden Erträgen stammen. Das Portfolio umfasst vorrangige Direktkredite, Kredit-Secondaries, Fondsfinanzierungen, Royalties, opportunistische Kredite und liquide Kredite. Der regionale Schwerpunkt liegt auf entwickelten Märkten in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik.
Der Mix hat einen klaren Zweck: Er soll Schwankungen im Marktumfeld ausgleichen. Lahmen etwa die M&A-Märkte und fallen dadurch Direktkredite weg, kann die Strategie auf Secondaries oder NAV-Finanzierungen ausweichen. Dort entsteht in solchen Phasen oft mehr Geschäft, weil Investoren und Fondsmanager Liquiditätslösungen suchen.
Nachfrage aus Asien als Treiber
Als Auslöser nennt das Unternehmen die wachsende Nachfrage nach hohen Renditen und stabilen Erträgen, besonders in Asien. Anleger bauen zunehmend Portfolios auf, die in volatilen Märkten Widerstandskraft bieten sollen. Andrew Bellis, Global Head of Private Credit, verweist auf die gewachsene Reife des Marktes. Kombinierbare, einander ergänzende Einkommensstrategien hätten dadurch an Bedeutung gewonnen.
Die Kreditsparte ist ein gewichtiger Baustein im Konzern. Sie verwaltet rund 40 Milliarden Dollar und ist seit 2003 aktiv. Der Zugang erfolgt über klassische geschlossene Fonds, offene Evergreen-Vehikel und maßgeschneiderte Mandate. Der Konzern insgesamt betreut mehr als 186 Milliarden Dollar.
Einordnung
Evergreen-Strukturen öffnen den Zugang zu Privatmarktanlagen für eine breitere Kundschaft und ermöglichen wiederkehrende Gebühren ohne feste Laufzeit. Für Partners Group ist das ein weiterer Vertriebskanal im wachsenden Wealth-Segment. Konkrete Angaben zu Volumen oder Gebühren der neuen Strategie liegen bislang nicht vor. Wie schnell Mittel zufließen, dürfte sich erst in den kommenden Berichten zur Mittelentwicklung ablesen lassen.
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