Um die teuren klinischen Studien der Phase I zu finanzieren, wählt Onco-Innovations einen speziellen Weg. Das Biotech-Unternehmen verlagert entscheidende Teile seiner Forschung ans andere Ende der Welt. Ein lukratives Steuerprogramm in Australien soll nun die Kassen schonen und den Start der Tests beschleunigen.
Mit der frisch gegründeten Tochtergesellschaft ONCO AU Pty. Ltd. schafft das Management die rechtliche Basis für die anstehenden klinischen Tests. Der Treiber hinter dieser Expansion ist ein konkreter finanzieller Anreiz. Die australische Regierung bietet ein Rückerstattungsprogramm, das 43,5 Prozent der förderfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten abdeckt. Diese Struktur schont die Liquidität während der extrem kostenintensiven Frühphase der Onkologie-Pipeline erheblich.
Zulassungen und europäische PR
Bevor die ersten Patienten aufgenommen werden, bereitet die neue Tochtergesellschaft aktuell die Zulassungsanträge bei den lokalen Ethik- und Gesundheitsbehörden vor. Parallel zum operativen Aufbau in Down Under investiert das Unternehmen gezielt in seine Wahrnehmung am europäischen Kapitalmarkt. Für 213.000 Euro sicherte sich Onco-Innovations die Dienste einer Kommunikationsagentur. Finanziert wird diese bis Ende Juli 2026 laufende Kampagne aus den Mitteln einer im März abgeschlossenen Privatplatzierung.
An der Börse spiegeln sich diese strategischen Weichenstellungen bisher nicht in steigenden Notierungen wider. Mit einem Schlusskurs von 0,37 Euro am Freitag blickt das Papier auf einen massiven Wertverlust von über 57 Prozent seit Jahresbeginn zurück.
Im laufenden zweiten Quartal liegt der Fokus vollständig auf der administrativen Abwicklung in Australien. Sobald die Behörden das sogenannte Clinical Trial Notification-Verfahren offiziell akzeptieren, wechselt Onco-Innovations von der reinen Planungsphase in die aktive klinische Erprobung seiner Wirkstoffkandidaten.
Stand heute, 15. Oktober: Onco-Innovations – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Onco-Innovations investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 15. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
