Auf einer Veranstaltung von Microsoft in San Francisco haben Nvidia und der Softwarekonzern neue Windows-Rechner mit RTX-Spark-Technologie sowie Funktionen für KI-Agenten vorgestellt. Vorbestellungen für entsprechende Laptops starteten am heutigen Mittwoch. Die Markteinführung der Geräte ist für den 16. Oktober geplant, während kompakte Desktop-Modelle im November folgen sollen.
Microsoft präsentierte begleitend das mit Nvidia-Technik ausgestattete Notebook Surface Ultra zu einem Einstiegspreis von $2.599. Neben diesem Modell soll ab Mitte des Monats eine Reihe weiterer Windows-Geräte auf den Markt kommen, die auf die Hardware des Halbleiterspezialisten setzen.
Im heutigen Handel zeigt sich die Aktie von den Produktankündigungen unbeeindruckt. Das Papier notiert bei 211,75 Euro und verzeichnet ein Minus von 0,4 Prozent. Dennoch bewegt sich der Kurs weiterhin in Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 216,10 Euro.
Vorstoß in den Markt für lokale Rechenleistung
Der gemeinsame Auftritt mit Microsoft unterstreicht das Bestreben, KI-Modelle und automatisierte Arbeitsabläufe direkt auf Endgeräten auszuführen. Statt sämtliche Prozesse über Rechenzentren abzuwickeln, sollen lokale Hardwarelösungen die Ausführung komplexer Assistenten beschleunigen und Latenzen minimieren.
Für Nvidia bedeutet der Schritt eine Ausweitung des Kerngeschäfts jenseits der großen Cloud-Kunden. Die Kooperation festigt die Verzahnung mit dem Windows-Ökosystem und adressiert Entwickler sowie professionelle Anwender, die leistungsfähige Systeme am Arbeitsplatz benötigen.
Flankiert wird die operative Expansion durch umfangreiche Maßnahmen zur Kapitalrückführung. Am 28. September genehmigte der Verwaltungsrat eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms um $150 Milliarden. Damit beläuft sich das autorisierte Volumen auf $235 Milliarden, das bis zum Geschäftsjahr 2028 umgesetzt werden soll. Zudem zahlte der Konzern am 1. Oktober eine Quartalsdividende von $0,25 je Aktie an die Anteilseigner aus.
Analysten sehen weiteres Kurspotenzial
Die strategischen Schritte stoßen an der Wall Street auf Zustimmung. Daniel Ives von Yorkville Ives & Co nahm heute die Bewertung von Nvidia mit einer Kaufempfehlung auf und formulierte ein Kursziel von $300.
Am Montag bekräftigte zudem Joseph Moore von Morgan Stanley seine positive Haltung. Er stufte die Aktie erneut als führenden Wert der Halbleiterbranche ein und bezifferte das Kursziel ebenfalls auf $300. Trotz des verhaltenen Handelstags sehen Branchenexperten in den neuen Partnerschaften und Produkten solide Impulse für die kommenden Quartale.
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