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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: Neues Rekordhoch bei 237,88 Dollar

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 106 Prozent; genehmigte Aktienrückkäufe reichen bis zum Geschäftsjahr 2028.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Aktie markierte neues Rekordhoch
  • Quartalsumsatz wuchs um 106 Prozent
  • Rechenzentren steuerten 89 Milliarden Dollar bei
  • Rückkäufe über 235 Milliarden Dollar genehmigt

Der sommerliche Ausverkauf, der zwischenzeitlich mehr als eine Billion US-Dollar an Marktwert vernichtet hatte, ist endgültig Geschichte. Gestern stieg die Nvidia-Aktie im US-Handel auf ein neues Rekordhoch von 237,88 US-Dollar.

Hierzulande verabschiedete sich der Titel am Freitag mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent bei 207,85 Euro ins Wochenende. Für mich markiert dieses Kursniveau weit mehr als eine gewöhnliche Erholung: Es beweist, dass die Skepsis gegenüber dem KI-Boom verfrüht war.

Fundamentale Wucht statt bloßer Hype

Kritiker warnten in den vergangenen Monaten unablässig vor ermüdenden Technologiebudgets und einer bevorstehenden Abkühlung der Nachfrage. Die jüngsten Geschäftszahlen erteilen diesen Befürchtungen jedoch eine deutliche Absage. Im zweiten Quartal kletterte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 106 Prozent auf 96,2 Milliarden US-Dollar. Dabei lieferte die Data-Center-Sparte mit 89 Milliarden US-Dollar den Löwenanteil des Geschäfts.

Diese Kennzahlen verdeutlichen die Ausnahmestellung des Halbleiterriesen. Während einige Marktteilnehmer über eine angebliche KI-Blase philosophieren, verbucht das Unternehmen reale und hochprofitable Erlöse im industriellen Maßstab.

Mit dem Produktionsanlauf der Vera-Rubin-Architektur und dem Vorstoß in agentische Software-Systeme verbreitert der Konzern seinen technologischen Vorsprung. Wer hier ein Kartenhaus vermutet, unterschätzt die reale Nachfrage der Betreiber moderner Rechenzentren.

Rückkäufe stützen das Aktionärsvertrauen

Zusätzlichen Rückenwind liefert das Management durch eine bemerkenswerte Kapitalallokation. Insgesamt beläuft sich das genehmigte Rückkaufvolumen auf 235 Milliarden US-Dollar bis zum Geschäftsjahr 2028. Ein Rückkaufprogramm dieser Größenordnung dient nicht nur der Kurspflege, sondern sendet ein unmissverständliches Signal der Stärke an den gesamten Kapitalmarkt.

Im Lager der institutionellen Beobachter bleibt die Stimmung überwiegend zuversichtlich: Morgan Stanley führt Nvidia weiterhin als Top-Favoriten mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Allerdings mahnten Analysten von Goldman Sachs zuletzt auch zur Wachsamkeit vor überzogenen Markterwartungen.

Die Chancen überwiegen die Risiken

Mit einem Abstand von lediglich minus 1,5 Prozent zum 52-Wochen-Hoch notiert das Papier in unmittelbarer Schlagdistanz zu weiteren Bestmarken. Natürlich existieren Risiken, die Anleger nicht ausblenden dürfen.

Die starke Abhängigkeit von wenigen großen Cloud-Anbietern sowie steigende Aufwendungen für fortschrittliche Speicherbausteine verlangen eine aufmerksame Beobachtung. Zudem müssen die Kunden künftig unter Beweis stellen, dass ihre enormen Investitionen tragfähige Renditen abwerfen.

Unterm Strich spricht die Faktenlage dennoch klar für die Bullen. Nvidia liefert das unverzichtbare Fundament für die nächste Stufe der industriellen Automatisierung. Die Kombination aus technologischer Dominanz, gewaltiger operativer Ertragskraft und massiven Aktienrückkäufen dürfte den Aufwärtstrend weiter tragen. Die jüngste Bestmarke dürfte daher nicht der Endpunkt dieser Rallye gewesen sein.

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