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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: Auf allen Fronten aktiv

Nvidia festigt seine Marktposition durch eine Milliardenbewertung für ein Startup, eine strategische Energiepartnerschaft mit SLB und die Ernennung von CEO Jensen Huang in einen US-amerikanischen KI-Beratungsrat.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Reflection AI strebt 25-Milliarden-Dollar-Bewertung an
  • Ausbau der Technologiepartnerschaft mit Energiekonzern SLB
  • Jensen Huang in US-amerikanischen KI-Beratungsrat berufen
  • Rekordumsatz und solide Quartalsprognose bestätigen Stärke

Während sich KI-Investoren um die heißesten Startup-Deals reißen, schreibt Nvidia gleichzeitig an mehreren Fronten Geschichte. Das Bild, das sich dieser Tage zusammensetzt, ist bemerkenswert vielschichtig.

Milliarden-Bewertung für Nvidia-Startup

Reflection AI, ein von Nvidia unterstütztes Startup, befindet sich laut Berichten in Gesprächen über eine Finanzierungsrunde von 2,5 Milliarden Dollar – bei einer Vorab-Bewertung von 25 Milliarden Dollar. Noch Anfang März hatte das angestrebte Niveau bei über 20 Milliarden Dollar gelegen. JPMorgan Chase erwägt offenbar eine Beteiligung über seine Security and Resiliency Initiative.

Das Interesse unterstreicht, wie stark Nvidias Ökosystem aus assoziierten Unternehmen und Beteiligungen in der Wahrnehmung der Kapitalmärkte an Gewicht gewinnt.

Energie trifft Silizium

Gestern gab das Unternehmen die Ausweitung seiner Technologiepartnerschaft mit dem Energiedienstleister SLB bekannt. Kern der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung modularer Rechenzentrumsinfrastrukturen – SLB übernimmt dabei die Rolle des Designpartners für Nvidias DSX-KI-Fabriken. Zusätzlich soll eine sogenannte „AI Factory for Energy“ entstehen, eine Referenzumgebung auf Basis domänenspezifischer generativer KI-Modelle, die auf den digitalen Plattformen von SLB läuft.

Die Partnerschaft ist keine neue Bekanntschaft: Bereits seit 2008 arbeiten beide Konzerne zusammen, zunächst bei der seismischen Bildgebung. Dass die Kooperation nun auf modulare Rechenzentren und industrielle KI-Modelle ausgeweitet wird, zeigt die Tiefe, in die Nvidias Hardware inzwischen in klassische Industriesektoren vordringt.

KI-Rat, Roboter und Rückenwind an der Börse

Gestern ernannte US-Präsident Trump Jensen Huang gemeinsam mit Mark Zuckerberg und Larry Ellison in einen neuen Beratungsrat für KI-Politik. Das politische Rückendeckung-Signal dürfte an der Wall Street nicht unbemerkt bleiben.

An den Börsen lief der gestrige Handelstag ebenfalls freundlich. Im Sog starker Ziele von Arm Holdings für einen eigenen KI-Rechenzentrumschip legten Chip-Werte deutlich zu. Die Nvidia-Aktie stieg um 2,0 Prozent – ein solider, wenn auch nicht spektakulärer Tagesgewinn.

Zahlen, die den Rückhalt festigen

Fundamental bleibt das Bild robust. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Rechenzentrumsgeschäft steuerte allein 62,3 Milliarden Dollar bei. Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt das Management rund 78,0 Milliarden Dollar in Aussicht.

Barclays-Analyst Tom O’Malley bestätigte sein „Overweight“-Rating am 18. März mit einem Kursziel von 275 Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs von rund 178,68 Dollar ergibt sich damit ein theoretisches Aufwärtspotenzial von etwa 53 Prozent.

Einziger Wermutstropfen der Woche: Auf der GTC 2026 präsentierte Nvidia eine neue Version seines Upscalers DLSS 5 – und erntete von der Gaming-Community statt Applaus vor allem Spott. Jensen Huang will die Wogen nun persönlich glätten. Im Vergleich zu den milliardenschweren Deals ringsum wirkt das fast wie eine Randnotiz.

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