Novo Nordisk setzt bei der Erforschung neuer Medikamente verstärkt auf modernste Computertechnologie. Zur Beschleunigung der frühen Entwicklungsphasen kooperiert das Unternehmen mit dem US-Spezialisten Anthropic.
Im Rahmen der am 16. September bekannt gegebenen Zusammenarbeit bindet der Pharmakonzern die Modelle Claude und Claude Science direkt in Arbeitsabläufe der Wirkstoffforschung sowie in die Softwareentwicklung ein. Ziel ist es, Entwicklungszeiten zu verkürzen und innovative Moleküle schneller in die klinische Erprobung zu bringen.
Offensive für neue Blockbuster
Der Schritt in die KI-gestützte Entwicklung fügt sich in die langfristige Forschungsstrategie ein. Bis zum Jahr 2030 will Novo Nordisk mehr als fünf Blockbuster-Medikamente zur Marktreife führen. Für das Jahr 2035 strebt der Konzern aus den aktuellen Pipeline-Projekten einen Jahresumsatz von über 150 Milliarden DKK an, wobei künftige Zukäufe in dieser Zielmarke noch nicht berücksichtigt sind.
Um das Entwicklungsportfolio breiter aufzustellen, schloss das Unternehmen im September zudem externe Partnerschaften ab. Eine Vereinbarung mit Orbis Medicines über bis zu 1,4 Milliarden USD widmet sich oralen Therapien gegen kardiometabolische Erkrankungen.
Am Freitag folgte eine Lizenzvereinbarung mit Nanexa über die Nutzung der PharmaShell-Technologie für injizierbare Depot-Medikamente. CEO Mike Doustdar hatte gegenüber Reuters unterstrichen, dass insbesondere Abnehmtabletten bis 2030 bis zur Hälfte des weltweiten Marktes für Adipositas-Präparate ausmachen könnten.
Generika-Druck und Patentschutz
Gleichzeitig wächst der juristische Druck auf bestehende Kernprodukte. Am Freitag reichte das Pharmaunternehmen Viatris vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware Klage ein. Viatris fordert eine gerichtliche Feststellung, dass ein von dem Unternehmen geplantes Nachahmerpräparat des Erfolgsmedikaments Wegovy keine Patentrechte von Novo Nordisk verletzt.
Novo Nordisk geht seinerseits juristisch gegen unerlaubte Nachahmungen vor. Bereits im August erwirkte das Unternehmen vor dem Bezirksgericht Den Haag eine einstweilige Verfügung gegen Ceban Ziekenhuisfarmacie, um den Vertrieb eines nicht zugelassenen Semaglutid-Nasensprays zu stoppen.
Marktumfeld bleibt anspruchsvoll
An der Börse spiegeln sich die strategischen Investitionen und die rechtlichen Auseinandersetzungen in einer verhaltenen Kursentwicklung wider. Die Aktie von Novo Nordisk beendete den Handel am Freitag bei 34,05 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Rückgang des Titels auf ein Minus von 23 Prozent. Die kommenden Studiendaten und Patentverfahren dürften die Richtung für das Papier maßgeblich bestimmen.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 27. September liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
