Nordex startet mit frischen Aufträgen in den Handelstag und testet erneut eine Marke, an der die Aktie zuletzt mehrfach scheiterte. Die Zuwächse im MDAX fallen moderat aus, der Chart erzählt dennoch eine eigene Geschichte.
Aufträge aus drei Ländern
Der Hamburger Turbinenbauer hat Bestellungen über 175 Megawatt aus Frankreich, Portugal und Spanien gemeldet. Geliefert und errichtet werden 34 Anlagen, und zwar in den Jahren 2027 und 2028. Je nach Windbedingungen und Genehmigungslage kommen fünf verschiedene Turbinentypen zum Einsatz.
Hinzu kommen mehrjährige Serviceverträge, die planbare Erlöse über die Lieferung hinaus sichern. Kunden und Standorte der Windparks nannte das Unternehmen nicht.
Die Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise knapp drei Prozent auf 39,67 Euro zu und zählte damit zu den stärksten MDAX-Werten des Vormittags.
Marge als Kurstreiber
Der Auftragseingang ist für Nordex inzwischen eher Routine. Interessanter ist, was dahintersteckt: Höhere durchschnittliche Verkaufspreise der Turbinen sorgen dafür, dass die vollen Auftragsbücher in profitablere Umsätze münden. Die Ertragsprobleme früherer Jahre gelten damit weitgehend als überwunden. Ende Juli übertraf der Konzern bei der Marge die Erwartungen.
Chart im Wartestand
Nach der Rally Ende 2025 und Anfang 2026 steckt die Aktie seit Monaten in einer Konsolidierung. Seit Anfang Juli scheiterten mehrere Ausbruchsversuche über 40 Euro, jedes Mal folgten Verkäufe.
Nach unten bietet der Bereich um 38 Euro Halt. Rutschte der Kurs darunter, griffen Käufer bislang rasch zu und drückten die Aktie zurück in die Handelsspanne. Gelingt ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb von 40 Euro, wäre die Range nach oben verlassen. Fällt die Aktie dagegen unter 38 Euro und erholt sich nicht, geriete das bisherige Muster ins Wanken.
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