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Symbolbild, KI-generiert

Micron Technology Aktie: Indium-Deal sichert Rohstoffe

Die Beteiligung finanziert den Ausbau einer US-Raffinerie; eine langfristige Liefervereinbarung soll Micron Zugang zu hochreinen Mineralien verschaffen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Finanzierungsdetails der Beteiligung bleiben ungenannt
  • Ausbau der Raffinerie in New York
  • Langfristige Versorgung mit reinen Mineralien vereinbart
  • Streik in Taoyuan für Donnerstag geplant

Micron kauft sich in die eigene Lieferkette ein. Der Speicherchiphersteller hat sich an Indium Corporation beteiligt, um die Verarbeitung kritischer Mineralien in den USA wieder anzukurbeln. Die Finanzbedingungen nannte das Unternehmen nicht.

Rohstoffe aus New York

Das Geld soll den Ausbau der Raffinerie- und Materialfertigung von Indium in Rome im Bundesstaat New York finanzieren. Parallel dazu vereinbaren beide Unternehmen eine langfristige Liefervereinbarung, die Micron Zugang zu hochreinen Mineralien sichert. Micron will damit die Abhängigkeit von konzentrierten Raffineriekapazitäten weltweit verringern.

Der Schritt gehört zum im Juli angekündigten Plan, bis zu 3 Milliarden Dollar in die US-Lieferkette der Halbleiterindustrie zu investieren. Er ergänzt zudem die Pläne, bis 2035 mehr als 250 Milliarden Dollar in US-Fertigung und Technologie zu stecken, darunter den Fabrikkomplex in New York. Beschaffungschef Ben Tessone betont, Speicherfertigung hänge von verlässlicher Rohstoffversorgung ab, und zwar über die direkten Zulieferer hinaus.

Die Börse reagierte am Dienstag vorbörslich mit einem Minus von knapp 3 Prozent auf rund 880 Dollar. Ein Zusammenhang mit der Meldung ist nicht belegt, am Vortag hatte die Aktie noch rund 3 Prozent zugelegt.

Streik in Taiwan, Rekordzahlen im Rücken

Operativ gibt es derweil Gegenwind. Die Gewerkschaft im taiwanischen Taoyuan will am Donnerstag in einen Solidaritätsstreik treten. Sie unterstützt damit die Kollegen aus Taichung, die mit Micron über Bonuszahlungen verhandeln, und fordert ein konkretes Gewinnbeteiligungsmodell. In Taiwan fertigt Micron DRAM und HBM-Chips für KI-Server und beschäftigt rund 15.000 Menschen. Wie lange der Streik dauert, ist offen.

Fundamental steht der Konzern stark da. Im vierten Geschäftsquartal stieg der Umsatz auf 54,2 Milliarden Dollar, die Bruttomarge erreichte 87 Prozent. Für das laufende Quartal peilt das Management 61,5 Milliarden Dollar Umsatz an.

Die Analysten sind überwiegend optimistisch, die Spanne ist aber enorm. D.A. Davidson hob das Kursziel auf 3.000 Dollar an, KeyBanc nennt 1.750 Dollar, Bank of America 1.550 Dollar. Goldman Sachs bleibt bei 1.250 Dollar und „Neutral“, weil ab 2028 die Kapazitätsausweitung die HBM-Preise bremsen könnte. Am unteren Ende steht JLPascual mit „Sell“ und 621 Dollar.

Am Donnerstag zeigt sich, wie weit der Streik in Taoyuan reicht und ob die Vermittlung mit der Taichung-Gewerkschaft Bewegung bringt. Ab dem 9. Dezember darf Micron zudem Aktien zurückkaufen. Im Dezember folgen außerdem die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027.

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Diskussion zu Micron Technology

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.