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Symbolbild, KI-generiert

Metaplanet Aktie: Kreditgrenze für Bitcoin-Käufe gesetzt

Der Bitcoin-Bestand stieg im dritten Quartal auf 44.000 Einheiten; Metaplanet begrenzt Kredite und plant neue Ertragsquellen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 85 bis 90 Prozent des Vermögens in Bitcoin
  • Kreditfinanzierte Bitcoin-Käufe grundsätzlich unter zehn Prozent
  • Netto 1.000 Bitcoin im dritten Quartal hinzugewonnen
  • Bitcoin-Sparte meldet achtes Umsatzquartal in Folge

Der japanische Bitcoin-Halter Metaplanet richtet seine Bilanzsteuerung grundlegend neu aus. Das Unternehmen stellte am heutigen Montag eine überarbeitete Kapitalallokationspolitik sowie eine sogenannte Net Interest Income Strategy vor.

Künftig sollen 85 bis 90 Prozent des Gesamtvermögens in Bitcoin verbleiben, während 10 bis 15 Prozent für strategische Investitionen, Übernahmen und ertragsgenerierende Anlagen reserviert werden. Gleichzeitig setzt das Management um CEO Simon Gerovich erstmals Leitplanken für die Kreditaufnahme.

Feste Grenzen für Kredite und neue Ertragsquellen

Kern der neuen Richtlinie ist eine Begrenzung der fremdfinanzierten Bitcoin-Käufe: Kredite zur Anschaffung und Haltung der Kryptowährung sollen grundsätzlich unter zehn Prozent des Nettoinventarwerts der Bitcoin-Bestände bleiben.

Stattdessen soll der Ausbau der Bestände vorrangig über dauerhaftes Eigenkapital finanziert werden. Neue Stammaktien will Metaplanet bei einer Bewertung unterhalb des Bitcoin-Nettoinventarwerts grundsätzlich nicht mehr ausgeben; in solchen Phasen behält sich das Unternehmen vielmehr Rückkäufe vor.

Parallel dazu soll die Net Interest Income Strategy wiederkehrende Erträge generieren, um Finanzierungskosten auszugleichen und weitere Krypto-Käufe zu speisen. Diese strategischen Anlagen will Metaplanet vor allem über zinstragende Instrumente wie Vorzugsaktien, unbesicherte Anleihen und kreditlinienbasierte Fazilitäten finanzieren. Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in Vorzugswertpapiere anderer Bitcoin-Treasury-Gesellschaften sowie der Ausbau von Metaplanet Securities.

Liquiditätstest im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2026 baute Metaplanet seine Reserven netto um 1.000 Bitcoin auf insgesamt 44.000 Einheiten zum Stichtag 30. September aus. Hinter der Bestandsveränderung stand ein gezieltes Manöver: Das Unternehmen verkaufte im Quartalsverlauf zunächst 10.000 Bitcoin für 124,7 Milliarden Yen und kaufte anschließend 11.000 Bitcoin für 149,9 Milliarden Yen zurück.

Die Verkaufserlöse überstiegen die zinstragenden Verbindlichkeiten von 122,4 Milliarden Yen und wurden zeitweise als Barmittel gehalten, ohne die Schulden vorzeitig zu tilgen.

Nach Angaben von CEO Simon Gerovich sollte diese Transaktion Ratingagenturen und Kreditgebern beweisen, dass Metaplanet in der Lage ist, signifikante Bestände am Markt in Liquidität umzuwandeln. Das Unternehmen strebt ein formelles Kreditrating an, um den Zugang zu Fremdkapital- und Vorzugsaktienmärkten zu erweitern.

Durch den Verkauf unterhalb des Einstandspreises entstand zudem ein steuerlicher Verlustvortrag in den USA; der vorläufig geschätzte latente Steueranspruch beläuft sich auf rund 97 Millionen US-Dollar, bedarf allerdings noch der Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer.

Operatives Standbein und Marktreaktion

Im operativen Geschäft erzielte die Sparte Bitcoin Income Generation im dritten Quartal 2026 Erlöse in Höhe von 848,4 Millionen Yen (rund 5,4 Millionen US-Dollar), womit der Bereich das achte Quartal in Folge Umsätze meldete.

In den ersten neun Monaten des Jahres beliefen sich die Erlöse auf 5,57 Milliarden Yen. Zudem plant Metaplanet für das vierte Quartal den Vollzug einer Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Super League Enterprise, bei der 2.100 Bitcoin sowie 2,5 Millionen US-Dollar investiert werden sollen.

Am Markt verzeichnete das Papier eine verhaltene Erholung: Im heutigen Handel legte die Aktie um 1,2 Prozent auf 1,63 Euro zu, notiert damit jedoch seit Jahresanfang mit einem Minus von 27 Prozent weiterhin deutlich unter früheren Bewertungsniveaus.

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