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Symbolbild, KI-generiert

IonQ Aktie: Cambridge wird Forschungsstandort

Neun gemeinsame Forschungsprojekte starten; IonQ plant einen 256-Qubit-Rechner in Cambridge, während Morgan Stanley die Aktie neutral einstuft.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neun Forschungsprojekte nehmen ihre Arbeit auf
  • IonQ plant Rechner mit 256 Qubits
  • Netzwerk mit drei Knoten vorgesehen
  • Morgan Stanley hält an Equalweight fest

IonQ bekommt in Großbritannien ein physisches Zuhause für seine Quantenforschung. Gemeinsam mit der University of Cambridge eröffnet das Unternehmen das erste universitätsbasierte Quantum Innovation Centre. Es sitzt im neuen Ray Dolby Centre des Cavendish Laboratory und markiert den Übergang der Partnerschaft von der Vereinbarung zur Praxis.

Neun Projekte, ein Quantencomputer

Die Partnerschaft wurde am 11. März 2026 angekündigt und gilt als größte Unternehmenskooperation in der Forschung der Universität. Nun starten neun Forschungsprojekte, ausgewählt von einem gemeinsamen Lenkungsausschuss. Sie reichen von Quantencomputing über Netzwerke bis zu Sensorik und Sicherheit.

Auf der experimentellen Seite entwickeln die Teams mikroskopische Spiegel, die Licht aus gefangenen Ionen effizienter einsammeln sollen. Das ist eine Grundlage für optische Verbindungen zwischen Quantenprozessoren.

Die rechnerischen Projekte untersuchen, wie Quantenalgorithmen Aufgaben in Chemie, Materialforschung, Finanzwesen und Medizin lösen können. Genannt werden etwa die Portfoliooptimierung bei gegebenem Risiko und die Suche nach Angriffspunkten für Krebstherapien in biologischen Netzwerken.

IonQ will vor Ort einen Superion-Quantencomputer mit 256 Qubits installieren, dazu ein Netzwerk zur Verteilung von Verschränkung. Es soll aus zwei Quantum Networking Data Centres und drei Netzwerkknoten bestehen. Zusätzlich stellt die britische Innovationsagentur Innovate UK über drei Jahre Zugang und Rechenzeit am National Quantum Computing Centre bereit.

Konzernchef Niccolo de Masi spricht von einer langfristigen Verpflichtung gegenüber Großbritannien. Die Zusammenarbeit solle die Zeit zwischen akademischer Entdeckung und kommerziellem Quantenvorteil verkürzen. Jordan Shapiro, President der Quantum-Plattform, betont, die Arbeit fließe direkt in die Plattform-Roadmap ein.

Analystenblick bleibt neutral

Die Nachricht trifft auf ein verhaltenes Analystenumfeld. Morgan Stanley beließ IonQ am Donnerstag bei „Equalweight“. Die Bank erklärte, die Umsätze der Branche seien noch zu klein, um Unternehmen voneinander abzugrenzen. Die Bewertung stütze sich daher vor allem auf technologischen Fortschritt.

Als Favoriten kürte das Haus Konkurrent Quantinuum. Den Gesamtmarkt für Quantencomputing taxiert Morgan Stanley bis 2040 auf mehr als 100 Milliarden Dollar.

Für IonQ liegt der Wert des Cambridge-Zentrums damit weniger im kurzfristigen Umsatz als in Reputation, Talentzugang und geistigem Eigentum. Ob sich das in Aufträgen niederschlägt, lässt sich erst an künftigen Projektergebnissen und Kundenabschlüssen ablesen. Die ersten Resultate der neun Forschungsprojekte sind der nächste greifbare Prüfstein für die Strategie.

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Diskussion zu IonQ

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.