Intuitive Surgical trotzt dem schwierigen Marktumfeld und schraubt die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Die Nachfrage nach robotergestützten Operationen bleibt ungebrochen hoch. Besonders das neue System da Vinci 5 treibt die Auslastung in den Kliniken voran.
Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 23 Prozent auf 2,77 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der weltweit durchgeführten Eingriffe stieg parallel dazu um 17 Prozent. Das Ion-System verzeichnete sogar ein Nutzungsplus von 39 Prozent. Das Geschäftsmodell erweist sich als stabil, da 86 Prozent der Erlöse aus wiederkehrenden Quellen stammen.
Margendruck durch Zölle
Allein der Verkauf von Instrumenten und Zubehör spülte 1,69 Milliarden US-Dollar in die Kassen — ein Plus von 23 Prozent. Indes belasten gestiegene Frachtkosten und Halbleiterpreise die Profitabilität. Das Management rechnet damit, dass internationale Zölle die Margen im laufenden Jahr um etwa 100 Basispunkte drücken werden.
Außerhalb des US-Heimatmarktes verzeichnete Intuitive Surgical ein Auftragsplus von 20 Prozent. Vor allem in Indien, Großbritannien und Südkorea gewinnt die robotergestützte Chirurgie an Boden. In China hingegen bremsen regulatorische Hürden und lokaler Wettbewerb das Tempo etwas ab.
Höhere Ziele für 2026
Für das Gesamtjahr 2026 wird der Vorstand nun optimistischer. Das Wachstum der da-Vinci-Eingriffe soll zwischen 13,5 und 15,5 Prozent liegen. Zuvor lag das obere Ende der Zielspanne bei 15 Prozent.
Solide Liquidität und Zukäufe
Die Bilanz bleibt mit liquiden Mitteln von knapp acht Milliarden US-Dollar solide. Parallel dazu kaufte das Unternehmen im ersten Quartal umfangreich eigene Aktien zurück. Im März wurde zudem die Übernahme europäischer Vertriebspartner für 533 Millionen US-Dollar abgeschlossen.
Künftig setzt Intuitive Surgical verstärkt auf die Integration von künstlicher Intelligenz und erweiterten Diagnosefunktionen. Diese technologischen Upgrades sollen die klinische Relevanz der Systeme weiter steigern. Mit der angehobenen Prognose für das Verfahrenswachstum auf bis zu 15,5 Prozent setzt das Management ein klares Signal für das restliche Geschäftsjahr.
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