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Symbolbild, KI-generiert

Infineon Aktie: Drei Deals für KI-Stromnetze

Der Zukauf erweitert Infineons Angebot für die Stromversorgung von Rechenzentren; Jefferies sieht im vierten Quartal einen möglichen Zyklusgipfel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • C2i-Übernahme durch Infineon abgeschlossen
  • Controller ergänzen Leistungsschalter für Rechenzentren
  • Neuer Backend-Standort in Thailand eröffnet
  • Jefferies nennt 96 Euro Kursziel

Infineon schärft sein Profil bei der Stromversorgung moderner Rechenzentren. Gestern schloss der Halbleiterkonzern die Übernahme des indischen Spezialisten C2i Semiconductors ab. Das Unternehmen aus Bengaluru entwickelt softwaredefinierte Mehrphasen-Controller sowie intelligente Leistungsstufen. Mit diesem Zukauf erweitert der DAX-Konzern gezielt seine Power Systems Division.

Gezielte Portfolioergänzung für Server-Architekturen

Die Übernahme ergänzt bestehende Initiativen zur Energieversorgung von Hochleistungsrechnern. Bereits am 29. September vereinbarte Infineon eine Kooperation mit Eaton. Dabei liefert das Unternehmen Siliziumkarbid-Halbleiter für Mittelspannungs-Transformatoren, die auf 800-Volt-Gleichstromarchitekturen in Rechenzentren ausgelegt sind.

Die Steuerung des Energiebedarfs gewinnt durch den Vormarsch künstlicher Intelligenz drastisch an Bedeutung. Da Grafikprozessoren enorme Strommengen auf engstem Raum verlangen, suchen Betreiber nach effizienteren Spannungswandlern. Infineon kombiniert nun eigene Leistungsschalter mit den passenden Controllern aus einer Hand.

Ausbau der Fertigung und Datenverbindungen

Neben der Energieverwaltung treibt Infineon auch Übertragungstechnologien voran. Am 30. September kündigte der Konzern eine strategische Zusammenarbeit mit ASMedia für Hochgeschwindigkeits-USB-Schnittstellen an. Diese Komponenten zielen auf Systeme für maschinelles Lernen und Kameras im Bereich Physical AI ab.

Parallel dazu vergrößert der Konzern seine weltweiten Kapazitäten. Am Donnerstag eröffnete Infineon im Beisein des thailändischen Premierministers einen neuen Backend-Fertigungsstandort in Samut Prakan bei Bangkok. Die dortige Belegschaft soll von derzeit rund 350 Mitarbeitern im stufenweisen Hochlauf auf etwa 1.000 Beschäftigte wachsen.

Branchenumfeld bleibt anspruchsvoll

Trotz dieser operativen Fortschritte sorgt das übergeordnete Marktumfeld für spürbare Zurückhaltung. Zu Wochenbeginn gerieten Halbleitertitel europaweit unter Druck. Auslöser waren frische Konjunkturdaten aus den USA sowie anhaltende Diskussionen über Inflationsraten, Rohölpreise und das Zinsniveau.

Analyst Janardan Menon vom Bankhaus Jefferies bestätigte am 30. September seine Kaufempfehlung für Infineon mit einem Kursziel von 96 Euro. Er verwies zwar auf die robuste Nachfrage nach Halbleitern, rechnet aber im vierten Quartal mit einem möglichen Zyklusgipfel. Die Aktie beendete den gestrigen Handelstag bei 63,85 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von 69 Prozent.

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