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Symbolbild, KI-generiert

Infineon Aktie: Bernstein setzt 102 Euro

Chipkonzern profitiert von KI-Nachfrage: Analysten erhöhen Kursziele, Aktie springt um über vier Prozent an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von 4,14 Prozent
  • Bernstein sieht 102 Euro
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel
  • UBS bleibt bei Neutral

Infineon hat den Handel am Freitag mit einem kräftigen Kursplus beendet. Die Aktie schloss bei 62,42 Euro und legte damit im Tagesverlauf um 4,14 Prozent zu. Auslöser war eine Serie von Analystenkommentaren, die dem Chiphersteller neues Kurspotenzial zusprechen – einige Häuser sehen die Aktie inzwischen deutlich über der Marke von 100 Euro.

Bernstein sieht Rallye Richtung 100 Euro

Den größten Optimismus zeigte Bernstein Research. Die Analysten bestätigten am Freitag ihre Einstufung „Outperform“ und setzten das Kursziel auf 102 Euro. Begründet wird die Einschätzung mit einem gestiegenen Auftragsbestand von 30 Milliarden Euro, den die Nachfrage nach Halbleitern für Anwendungen in der künstlichen Intelligenz stützt. Damit würde sich der Kurs gegenüber dem Freitagsschluss mehr als verdreifachen müssen, um dieses Ziel zu erreichen – eine ambitionierte Einschätzung, die Infineon klar als Profiteur des KI-Booms in der Halbleiterbranche positioniert.

Goldman Sachs erhöht, andere bleiben vorsichtiger

Auch Goldman Sachs zeigte sich zuversichtlicher: Die Bank hob ihr Kursziel von 88 auf 91 Euro an und bestätigte die Einstufung „Buy“. Die Anhebung reiht sich in eine insgesamt uneinheitliche Analystenlandschaft ein. Deutsche Bank Research etwa senkte ihr Kursziel von 90 auf 85 Euro, beließ die Einstufung aber bei „Buy“ – ein Signal, dass trotz leicht gedämpfter Erwartungen die grundsätzlich positive Haltung bestehen bleibt. Deutlich zurückhaltender bewertet die UBS das Papier: Sie stufte Infineon nur auf „Neutral“ ein und erhöhte ihr Kursziel lediglich von 61 auf 64 Euro – ein Wert, der nur knapp über dem aktuellen Kursniveau liegt und damit als klarer Ausreißer unter den optimistischeren Einschätzungen der Konkurrenz gilt.

Die Spannbreite der Kursziele zwischen 64 und 102 Euro zeigt, wie unterschiedlich die Häuser das weitere Potenzial der Aktie einschätzen. Einigkeit besteht offenbar nur darin, dass die Nachfrage nach Leistungshalbleitern für KI-Infrastruktur ein zentraler Werttreiber bleibt.

Kursverlauf: Erholung nach schwachem Monat

Der Kurssprung vom Freitag kommt nach einer Phase der Schwäche. Über die vergangenen 30 Tage verlor die Aktie noch 12,13 Prozent an Wert, und zum bisherigen 52-Wochen-Hoch fehlen weiterhin gut 30 Prozent. Der jüngste Anstieg dürfte daher auch als Gegenbewegung nach dem Rückgang der vergangenen Wochen zu lesen sein, getragen von den positiven Analystenstimmen.

Der Zeitpunkt der Kurszielanhebungen fällt zudem in eine Phase, in der die Nachfrage nach Chip- und KI-Infrastruktur branchenweit im Fokus steht. Siemens kündigte am Freitag Investitionen von über 200 Millionen US-Dollar in zwei neue US-Produktionsstätten für KI-Rechenzentren an, nachdem der Konzern bereits im Juli 300 Millionen Euro für deutsche Werke zugesagt hatte. Tesla und SpaceX gaben tags zuvor mit dem Projekt „Terafab“ eine milliardenschwere Chipfabrik in Texas bekannt, mit der sich die Unternehmen von etablierten Auftragsfertigern unabhängiger machen wollen. Solche Ankündigungen unterstreichen, wie sehr die gesamte Halbleiterbranche derzeit von der Investitionswelle rund um künstliche Intelligenz getragen wird – ein Umfeld, das Infineon mit seinem wachsenden Auftragsbestand offenbar für sich nutzen kann.

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