Heidelberger Druckmaschinen setzt auf den Ausbau von Softwarelösungen und strategischen Kooperationen im Verpackungsbereich. Am Montag meldete das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit dem türkischen Verpackungs- und Etikettendrucker Sade Ofset.
Der Betrieb integriert die Softwarelösung Prinect von Heidelberger Druckmaschinen in seine Arbeitsabläufe. Das System kommt in der Vorstufe, im eigentlichen Druckbetrieb sowie in der übergeordneten Produktionsplanung zum Einsatz.
Für das türkische Unternehmen umfasst die Umstellung damit zentrale Stationen der Fertigung. Die Prinect-Lösung dient als digitale Schnittstelle, um die einzelnen Arbeitsschritte von der Vorbereitung bis zur Steuerung der laufenden Produktion enger miteinander zu verzahnen.
Durchgängige Prozesse für Pharmaverpackungen
Die Einführung in der Türkei ergänzt eine weitere Vereinbarung im industriellen Verpackungssektor. Am 1. Oktober vereinbarten die Heidelberger Druckmaschinen AG und die pfenning-Gruppe eine Partnerschaft für integrierte Lösungen in der pharmazeutischen Verpackungsproduktion.
Das gemeinsame Vorhaben soll die Teilbereiche Druck, Verpackung und Logistik zu einem durchgängigen Ablauf verbinden. Damit soll eine lückenlose Prozesskette für pharmazeutische Erzeugnisse entstehen. Finanzielle Eckdaten zu dieser Kooperation gaben die beiden Partner nicht bekannt.
Führungsumbau bei der Tochtergesellschaft Gallus
Begleitet werden die operativen Projekte von personellen Schritten bei der Konzerntochter Gallus Group. Bei dem Tochterunternehmen steht ein geordneter Stabwechsel an der Führungsspitze an. Dario Urbinati soll zum 1. November 2026 als CEO zurücktreten und ab dem 1. Januar 2027 als Präsident des Verwaltungsrats der Gallus Ferd. Rüesch AG fungieren.
Bis zu einer dauerhaften Nachfolgeregelung übernimmt Finanzchef Michael Bsirske die Aufgaben des Chief Executive Officer interimistisch. Den weltweiten Vertrieb des Unternehmens verantwortet Uwe Boerner.
Verhaltener Kursverlauf am Aktienmarkt
Die geschäftlichen Weichenstellungen stützen die Notierung am Aktienmarkt bisher nicht. Am heutigen Mittwoch gibt die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen um 1,3 Prozent nach und steht bei 1,39 Euro.
Damit setzt sich die schwächere Tendenz der vergangenen Monate weiter fort. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursrückgang des Titels auf 31 Prozent.
Stand heute, 7. Oktober: Heidelberger Druckmaschinen – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Heidelberger Druckmaschinen investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
