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First Solar Aktie: Klagt gegen JA Solar

Hohe Finanzierungskosten und Branchenrisiken belasten First Solar; zugleich wehrt sich der Konzern juristisch gegen die Nutzung geschützter TOPCon-Verfahren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sektorweite Verluste am 24. September
  • KeyBanc hebt Einstufung auf Sector Weight
  • Piper Sandler setzt Kursziel auf 251 Dollar
  • First Solar klagt wegen TOPCon-Patentnutzung

Die Aktie von First Solar steht an den Kapitalmärkten unter spürbarem Druck. Steigende Zinsen, Belastungen für Großprojekte und handelspolitische Unwägbarkeiten prägen das Umfeld des US-amerikanischen Solarkonzerns. Gleichzeitig versuchen Finanzanalysten, das Bewertungsniveau des Unternehmens nach den jüngsten Kursverlusten neu auszubalancieren, während der Konzern seine technologische Marktposition verteidigt.

Finanzierungskosten belasten die Projektwirtschaftlichkeit

Für die gesamte Solarbranche bleibt das Zinsumfeld eine erhebliche Hürde. Hohe Fremdkapitalkosten verteuern die Entwicklung von Photovoltaikanlagen im Utility-Scale-Segment und belasten die Wirtschaftlichkeit neuer Vorhaben spürbar.

Am 24. September geriet der gesamte Sektor unter Druck, woraufhin auch die Papiere von First Solar deutliche Kursverluste verbuchten. Unternehmensspezifische Auslöser lagen diesem Abverkauf an jenem Handelstag nicht zugrunde.

Die Zurückhaltung institutioneller Projektentwickler trifft die Hersteller in einer sensiblen Phase. Neben den Finanzierungsbedingungen dämpfen handelspolitische Sorgen die Zuversicht vieler Marktteilnehmer. Für Anbieter von Großanlagen erschwert diese Gemengelage die Planbarkeit künftiger Lieferungen und Auftragseingänge.

Analysten passen ihre Einstufungen an

Vor diesem Hintergrund überprüften mehrere Analysehäuser ihre Einstufungen. Am 28. September stufte KeyBanc-Analystin Sophie Karp die Aktie von Underweight auf Sector Weight hoch. Am 30. September passte Dimple Gosai von Piper Sandler ihr Kursziel auf 251 $ an, behielt die Einstufung Overweight jedoch unverändert bei. Die Experten wägen die kurzfristigen Branchenrisiken gegen die mittel- und langfristigen Perspektiven des Herstellers ab.

Technologischer Schutz im Wettbewerbsumfeld

Parallel zu den makroökonomischen Herausforderungen beansprucht das Unternehmen den Schutz seiner eigenen Entwicklungen. Der Konzern geht juristisch gegen die unautorisierte Nutzung geschützter Verfahren zur Herstellung von TOPCon-Solarzellen vor. Die Klage richtet sich gegen mehrere Gesellschaften von JA Solar sowie gegen American Panel Solutions.

Branchenberichten zufolge handelt es sich bei American Panel Solutions um eine Tochtergesellschaft des US-Konzerns Corning. First Solar zielt darauf ab, die beteiligten Parteien für die mutmaßliche Verletzung des Patents zur Verantwortung zu ziehen.

Druck auf das Kursniveau hält an

An den Finanzmärkten hinterlässt die Gemengelage aus Branchenflaute und Zinsbelastung deutliche Spuren. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 31 Prozent. Zuletzt notierte das Papier im vorbörslichen Handel bei 157,00 Euro. Damit bewegt sich der Kurs nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 149,60 Euro.

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