Der Wettbewerbsdruck im Markt für satellitengestützte Kommunikation verschärft sich für europäische Betreiber zusehends. Am Dienstag erteilte die US-Telekommunikationsbehörde FCC dem Raumfahrtunternehmen SpaceX eine Teilgenehmigung für den Betrieb von bis zu 15.000 Direct-to-Device-Satelliten. Eutelsat gehörte zu den Branchenvertretern, die im Vorfeld offiziell Einspruch gegen den entsprechenden Antrag des US-Konkurrenten eingelegt hatten.
Wachsender Wettbewerb um Frequenzen
Zusätzliche Dynamik erhielt das Marktumfeld gestern durch einen weiteren Schritt des Konkurrenten. SpaceX vereinbarte die Übernahme des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management für ein Volumen von rund 8 Milliarden $.
Der Zukauf schürte in der Branche neue Sorgen vor einer Übermacht bei satellitengestützten Mobilfunkverbindungen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters führte die Nachricht zu breiten Kursrückgängen bei europäischen und US-amerikanischen Telekommunikations- und Satellitenwerten.
Flottenerneuerung trifft auf Abhängigkeit
Für Eutelsat verdeutlicht diese Entwicklung eine strategische Zwickmühle. Um die eigene Position zu festigen, treibt das Unternehmen die Erweiterung seiner OneWeb-Flotte im erdnahen Orbit voran. Vor gut einer Woche stellte Airbus Defence and Space die ersten 32 neuen LEO-Satelliten für Eutelsat fertig.
Die neuen Einheiten werden für den Transport vorbereitet. Allerdings zeigt sich hierbei die Abhängigkeit von der US-Konkurrenz: Den künftigen Start dieser Satelliten in den Weltraum soll ausgerechnet SpaceX übernehmen.
Aktie verharrt nahe dem Jahrestief
Die Herausforderungen spiegeln sich im Bewertungsniveau wider. Am Freitag schloss die Aktie bei 1,39 Euro und notiert damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1,36 Euro.
Die veränderten Rahmenbedingungen führten auch bei Experten zu Anpassungen. Am 29. September senkte das Analysehaus Bernstein das Kursziel für die Aktie von 2,90 Euro auf 2,40 Euro, beließ die Einstufung jedoch bei „Market Perform“.
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