Startseite » DAX » Deutsche Telekom Aktie: Starlink rüttelt am Sektor
Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Telekom Aktie: Starlink rüttelt am Sektor

Die Telekom-Aktie verlor acht Prozent, während der Konzern eine Anleihe über bis zu 650 Millionen Euro platzierte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Telekom-Aktie fällt um acht Prozent
  • SpaceX plant US-Mobilfunknetz mit Starlink
  • Technische Umsetzbarkeit bleibt ungeklärt
  • Anleihe über bis zu 650 Millionen Euro platziert

Ein Satellitennetz, das direkt aufs Handy funkt: Die Pläne von SpaceX, in den Mobilfunk einzusteigen, haben die Telekomwerte in Europa spürbar belastet. Die Aktie der Deutschen Telekom gab am Freitag zur Mittagszeit um acht Prozent nach. Sie war damit der schwächste Wert im Sektor.

SpaceX greift nach dem US-Mobilfunkmarkt

Hintergrund sind Bestrebungen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns, sein Geschäft im Telekommunikations- und Kabelsektor auszubauen. SpaceX will offenbar mit eigenen Frequenzen und den Starlink-Satelliten zum landesweiten Netzbetreiber in den USA werden. Die Frequenzen stammen aus früherem Besitz der Telekom-Tochter T-Mobile US.

Für die Deutsche Telekom ist das heikel, weil die US-Tochter einen großen Teil des Konzerngeschäfts trägt. Schon am Donnerstag hatten die Aktien großer amerikanischer Kabel- und Telekomkonzerne deutlich nachgegeben. Auch Verizon und AT&T verloren.

Marktteilnehmer reagierten gereizt, zweifeln jedoch an der technischen Machbarkeit der Pläne. Ob Starlink tatsächlich flächendeckend mit klassischen Netzen konkurrieren kann, ist offen.

Sektorweiter Druck

Vodafone verlor knapp vier Prozent, auch weitere Branchenwerte standen unter Druck. Der Gesamtmarkt zeigte sich dagegen erholt: Der EuroStoxx 50 legte zur Mittagszeit um 0,92 Prozent zu, gestützt von fallenden Ölpreisen und Anleiherenditen. Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets sprach von etwas Hoffnung auf Stabilisierung, von echter Entspannung könne aber keine Rede sein.

Die Telekom stemmte sich also gegen einen freundlichen Markt. Das unterstreicht, wie gezielt der Verkaufsdruck den Sektor traf.

Frische Anleihe am Markt

Unabhängig davon hat der Konzern eine neue Unternehmensanleihe von bis zu 650 Millionen Euro platziert. Sie trägt einen festen Kupon von 4,375 Prozent und läuft bis zum 6. Oktober 2034. Die erste Zinszahlung folgt am 6. Oktober 2027. Der Kurs lag zuletzt bei rund 100,66 Prozent, die Rendite bis zur Fälligkeit bei etwa 4,28 Prozent.

Die Anleihe ist ab 1.000 Euro erhältlich. Sie zeigt, dass die Refinanzierung des Konzerns am Kapitalmarkt unverändert läuft, während die Aktie wegen der SpaceX-Pläne unter Druck steht.

Anzeige

Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 9. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Deutsche Telekom

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.