An einem Standort des Automobilherstellers Audi hat die Deutsche Telekom ein neues System zur automatisierten Logistik erprobt. Am Donnerstag meldete der Konzern, dass Fahrzeuge dort erstmals automatisiert auf Eisenbahnwaggons gesteuert und anschließend wieder entladen wurden. Die entwickelte Technologie soll die Abläufe im Gütertransport auf der Schiene beschleunigen und menschliche Eingriffe bei Verladeprozessen verringern.
Ausbau industrieller Vernetzung und IoT-Dienste
Das Logistikprojekt verdeutlicht die Bestrebungen des Telekommunikationskonzerns, über das klassische Verbindungsgeschäft hinauszuwachsen. Für Unternehmenskunden spielen maßgeschneiderte Vernetzungslösungen eine wachsende Rolle, um logistische Ketten lückenlos zu überwachen und Fabrikabläufe effizienter zu gestalten.
In diesem Segment baute die Konzerntochter Deutsche Telekom IoT ihre technische Reichweite aus. Am 17. September integrierte das Unternehmen das globale Iridium-LEO-Satellitennetzwerk in sein bestehendes Roaming-Portfolio. Durch die Kombination verschiedener Netzarchitekturen lassen sich mobile Güter auch außerhalb regulärer Mobilfunknetze über Satellitenverbindungen orten und steuern.
Initiativen im Privatkundengeschäft
Parallel zu den Industrieanwendungen erweitert der Konzern seine Angebote für Endkunden. Am Mittwoch band das Unternehmen den Streamingdienst HBO Max von Warner Bros. Discovery in die eigene Plattform MagentaTV ein.
Kundinnen und Kunden können das Streaming-Angebot damit direkt über die bestehende Plattform buchen. Zudem startete der Konzern im September die Plattform T-Travel, über die digitale Datenpakete per eSIM für weltweite Reiseziele aktiviert werden können.
Analysteneinschätzung bremst die Marktstimmung
Trotz der operativen Initiativen sah sich der Konzern zuletzt mit einer vorsichtigeren Einschätzung aus dem Bankensektor konfrontiert. Das Analysehaus Bernstein stufte die Aktie am Freitag von „Outperform“ auf „Market-Perform“ ab und senkte das Kursziel von 37,00 Euro auf 28,10 Euro.
Als wesentliche Gründe führte Bernstein die Unsicherheit über eine mögliche Fusion mit der Tochter T-Mobile US sowie den zunehmenden Wettbewerb im deutschen Festnetz an. Zudem beurteilt das US-Team des Analysehauses die Aussichten von T-Mobile US neutral.
Am Freitag beendete das Papier den Handel mit einem leichten Zuwachs von 0,5 Prozent bei 27,09 Euro. Damit notiert der Titel 21 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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