Die Deutsche Telekom treibt den Ausbau ihrer digitalen Netze und Angebote weiter voran. Am Freitag vereinbarte das Bonner Unternehmen den Erwerb der Glasfaser-Netzinfrastruktur von ruhrfibre Essen und Metrofibre im Rahmen eines Asset Deals. Die übernommene Infrastruktur deckt ein Areal von rund 87.000 Haushalten in Essen ab und verstärkt den konzerneigenen Netzausbau in Nordrhein-Westfalen.
Die Zukäufe fügen sich in die laufende Breitbandstrategie des Konzerns ein. Neben dem Bau eigener Trassen sichert sich der Telekomanbieter über gezielte Zukäufe bestehender Infrastrukturen den direkten Zugang zu weiteren Anschlüssen im urbanen Raum.
Erweiterung der Plattform über das Kerngeschäft hinaus
Parallel zum Infrastrukturausbau setzt der Konzern auf neue Kooperationen, um bestehende Kundenbeziehungen zu vertiefen. Am Donnerstag startete die Telekom gemeinsam mit dem Anbieter Rabot Energy drei Stromtarife, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gespeist werden.
Die Vermarktung erfolgt digital über den Bereich Magenta Moments in der konzerneigenen App MeinMagenta, während Rabot Energy die Stromlieferung sowie die laufende Betreuung der Kunden übernimmt.
Im Geschäftskundenbereich kündigte das Unternehmen zudem eine strategische Partnerschaft mit dem Sicherheits- und Netzwerkspezialisten Cloudflare an. Beide Seiten wollen ihre Netze direkt miteinander verbinden, um europäischen Firmenkunden widerstandsfähigere Konnektivitäts- und IT-Sicherheitslösungen anzubieten.
Skepsis im Markt trotz Kursplus
An der Börse verzeichnete der Titel am Freitag einen Anstieg von 1,9 Prozent auf einen Schlusskurs von 26,59 Euro. Trotz dieser Erholung liegt die Notierung seit Jahresanfang mit 4,3 Prozent im Minus.
Dämpfend wirken warnende Stimmen aus dem Finanzsektor. Das Analysehaus Bernstein Research stufte die Deutsche Telekom am 30. September von „Outperform“ auf „Market-Perform“ herab und senkte das Kursziel von 37 auf 28,10 Euro.
Als wesentliche Belastungsfaktoren führte das Haus die anhaltenden Unsicherheiten bezüglich einer potenziellen Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US sowie den verschärften Wettbewerb auf dem deutschen Festnetz-Breitbandmarkt an.
Klarheit über die operative Ertragslage erwarten Investoren am 5. November 2026. An diesem Tag legt die Telekom ihre Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal vor.
Stand heute, 4. Oktober: Deutsche Telekom – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Deutsche Telekom investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
