Starke Bonität, lukrative US-Dividenden und ein laufendes Rückkaufprogramm. Bei der Deutschen Telekom klaffen operative Nachrichtenlage und Kursentwicklung derzeit weit auseinander. Die Aktie rutscht ans 52-Wochen-Tief ab.
Rating-Upgrade und Aktienkäufe
Die Ratingagentur Fitch stuft die Kreditwürdigkeit des Bonner Konzerns herauf. Das langfristige Emittentenrating steigt auf A- mit stabilem Ausblick. Das signalisiert eine hohe finanzielle Stabilität.
Parallel dazu stützt das Management den Kurs aktiv. Seit Anfang April kaufte die Telekom knapp 17 Millionen eigene Aktien zurück. Allein Mitte Juni sammelte der Konzern rund 1,65 Millionen Papiere über Xetra ein.
Milliarden-Cashflow aus den USA
Ein weiterer positiver Faktor kommt aus Übersee. Die Tochtergesellschaft T-Mobile US schüttet eine Quartalsdividende von 1,02 US-Dollar je Aktie aus. Auf das Jahr hochgerechnet fließen somit 4,08 US-Dollar pro Anteilsschein.
Als Mehrheitsaktionär profitiert die Deutsche Telekom massiv von diesem Zahlungsstrom. Das US-Geschäft treibt ohnehin den Großteil des Konzernumsatzes an. Die Auszahlung der US-Dividende erfolgt am 10. September 2026. Kurz gesagt: Operativ läuft es.
Aktie im überverkauften Bereich
Der Aktienmarkt honoriert diese Entwicklungen aktuell nicht. Der Kurs fiel am Montag um 2,10 Prozent auf 26,16 Euro. Damit testet das Papier das heutige 52-Wochen-Tief von 25,71 Euro.
Ein technischer Indikator liefert einen Hoffnungsschimmer. Der RSI-Wert für 14 Tage steht aktuell bei 29,3. Das markiert einen überverkauften Zustand. Hält die Unterstützung auf diesem Niveau, könnte das den Weg für eine Erholung freimachen.
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