Am Dienstag meldeten die Deutsche Telekom und der Softwareanbieter Titan.ium die erfolgreiche Bereitstellung des cloud-nativen iDNS auf der platzeigenen Horizontal TelCo Cloud des Bonner Konzerns. Mit der Einbindung der Lösung treibt das Telekommunikationsunternehmen den Ausbau seiner internen Cloud-Strukturen weiter voran.
Am Aktienmarkt verabschiedete sich das Papier der Deutschen Telekom am Freitag mit einem Schlusskurs von 26,59 Euro ins Wochenende, was einem Kursanstieg von 1,9 Prozent entspricht.
Partnerschaften für europäische Unternehmenskunden
Die Umstellung im Netzwerkbereich steht im Einklang mit weiteren strategischen Weichenstellungen zur Absicherung der europäischen Dateninfrastruktur. Ebenfalls am Dienstag vereinbarte die Deutsche Telekom eine Kooperation mit Cloudflare.
Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft steht die Erweiterung des konzerneigenen Geschäftskundenportfolios um Sicherheits- und Konnektivitätslösungen von Cloudflare. Beide Unternehmen beabsichtigen damit, die Resilienz und IT-Sicherheit digitaler Infrastrukturen für Firmen in Europa zu festigen.
Neben den technischen Anpassungen für Unternehmenskunden baute die Deutsche Telekom auch ihr Entertainment-Angebot für Privatkunden aus. Am 22. September nahm der Konzern in Kooperation mit Warner Bros. Discovery den Streamingdienst HBO Max in seine TV-Plattform MagentaTV auf, worüber Abonnenten den Dienst unmittelbar buchen können.
Automatisierung im Kundenservice und Aktienrückkäufe
Parallel zur Weiterentwicklung der Netze und Plattformen forciert die Unternehmensführung die Nutzung künstlicher Intelligenz zur Prozessoptimierung. Wie Chief AI Officer Kartik Sheth mitteilte, ersetzt der Konzern traditionelle, automatisierte Telefonmenüs im Kundenservice schrittweise durch KI-Agenten.
Laut Sheth erhöht sich der Anteil der Kundenanliegen, die ohne menschliche Mitarbeit abschließend bearbeitet werden, monatlich um ein bis zwei Prozentpunkte. Ein zusätzlicher Call Assistant soll noch im Jahr 2026 den Betrieb aufnehmen.
Einen weiteren Faktor für das Marktgeschehen stellt das laufende Kapitalrückführungsprogramm dar. Wie aus Unternehmensmitteilungen hervorgeht, erwarb der Konzern vom 14. bis einschließlich 18. September 2.945.800 eigene Aktien. Seit dem Beginn dieser Rückkaufphase am 10. August summiert sich das erworbene Volumen bis zum 18. September auf insgesamt 14.005.765 Anteile.
Analysteneinschätzung und Kursniveau
Rückenwind signalisierten am Donnerstag die Analysten von Berenberg. Das Institut stufte die Aktie der Deutschen Telekom weiterhin mit einer Kaufempfehlung („Buy“) ein und setzte das Kursziel bei 35,20 Euro an. Trotz der jüngsten Erholungstendenzen notiert der DAX-Titel am Markt derzeit noch mit einem Abstand von 23 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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