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Commerzbank Aktie: Rückkauf-Signal trotz Schwäche?

Die Bank setzte ihr Rückkaufprogramm um; Analysten rechnen mit soliden Quartalsergebnissen, während die UniCredit-Übernahme offenbleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkauf von 3.157.027 Aktien gemeldet
  • Käufe erfolgten vom 12. bis 16. Oktober
  • Deutsche Bank Research erwartet solide Quartalszahlen
  • UniCredit-Übernahme ist noch nicht vollzogen

Die Commerzbank hat heute weitere Käufe eigener Aktien im laufenden Rückkaufprogramm gemeldet. Insgesamt erwarb sie 3.157.027 Aktien. Die Meldung trifft auf einen schwächeren Börsentag: Die Tagesveränderung beträgt -2,0%. Zugleich richten sich die jüngsten Analysteneinschätzungen auf solide Quartalsergebnisse, ohne daraus eine Kaufempfehlung abzuleiten.

Der Rückkauf und die negative Kursbewegung sind dabei getrennt zu betrachten. Aus der Veröffentlichung lässt sich kein ursächlicher Zusammenhang mit dem heutigen Kursrückgang ableiten. Inhaltlich dokumentiert sie die Fortsetzung des bereits laufenden Programms.

Rückkauf dokumentiert die Umsetzung

Die heute gemeldeten Käufe betreffen den Zeitraum vom 12. bis einschließlich 16. Oktober. Es handelt sich damit um bereits erworbene Aktien und nicht lediglich um eine Ankündigung weiterer Käufe.

Für die Einordnung ist diese Unterscheidung entscheidend: Die Nachricht betrifft die Umsetzung des Rückkaufprogramms. Sie ist keine neue Aussage zur operativen Geschäftsentwicklung. Hier liefern die jüngsten Analystenkommentare einen anderen Blickwinkel – allerdings als Erwartungen und nicht als bereits gemeldete Ergebnisse.

Analysten erwarten solide Ergebnisse

Deutsche Bank Research beließ die Commerzbank am Donnerstag auf „Hold“ mit einem Kursziel von 42 Euro. Analyst Benjamin Goy erwartete solide Quartalsergebnisse. Besonders beim Zins- und Provisionsüberschuss rechnete er mit einer guten Dynamik.

Damit verbindet die Einschätzung einen positiven Blick auf wichtige Ertragskomponenten mit einer zurückhaltenden Anlageempfehlung. Die erwartete operative Entwicklung führte bei diesem Analystenhaus also nicht zu einer höheren Einstufung.

RBC Capital Markets hob das Kursziel am 13. Oktober von 40 auf 41 Euro an. Die Einstufung blieb bei „Sector Perform“.

Auch hier änderte die höhere Zielmarke nichts am Votum. Beide Analystenaktionen unterscheiden sich damit in der Kurszielanpassung, nicht aber darin, dass die jeweilige Einstufung unverändert blieb.

Übernahme bleibt ein eigener Bewertungsfaktor

Parallel steht die angestrebte Übernahme durch UniCredit im Raum. Am Donnerstag erhielt UniCredit die EZB-Genehmigung für einen Beteiligungsausbau über die 30-Prozent-Schwelle hinaus und ohne Obergrenze. Vollzogen ist die Übernahme damit nicht.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bezeichnete die Gespräche über Übernahmebedingungen am Freitag laut dpa-AFX als konstruktiv. Die EU-Kommission sollte voraussichtlich bis zum 16. November über die Pläne entscheiden.

Für Anleger stehen damit unterschiedliche Ebenen nebeneinander: tatsächlich ausgeführte Rückkäufe, Erwartungen an das operative Geschäft und ein noch nicht abgeschlossener Übernahmeprozess. Die heutige Rückkaufmeldung beantwortet nur die erste dieser Fragen.

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Diskussion zu Commerzbank

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.