Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Commerzbank Aktie: Machtkampf um die Macht!
Symbolbild, KI-generiert

Commerzbank Aktie: Machtkampf um die Macht!

RBC und Deutsche Bank Research urteilen vorsichtiger, während UniCredits mögliche Pläne und politische Forderungen die Eigentümerfrage offenlassen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • RBC senkt Rating und Kursziel
  • Deutsche Bank Research stuft auf Hold
  • Berlin fordert verbindliche Zusagen von UniCredit
  • Commerzbank kauft eigene Aktien zurück

Die Hängepartie um die Zukunft der Commerzbank hinterlässt zunehmend Spuren bei der Bewertung des Frankfurter Geldhauses. Während die italienische Großbank UniCredit ihre Optionen auslotet und die Bundespolitik klare Garantien fordert, wächst am Kapitalmarkt die Zurückhaltung. Die Aussicht auf einen langwierigen Übernahmekampf und strategische Fragezeichen belasten die Einschätzung der weiteren Kursentwicklung.

Zurückhaltendere Töne aus den Analysehäusern

Die veränderte Gemengelage schlägt sich direkt in den Urteilen der Marktbeobachter nieder. Am Freitag stufte RBC die Commerzbank von „Outperform“ auf „Sector Perform“ ab. Die Analystin des Hauses, Anke Reingen, reduzierte das Kursziel gleichzeitig von 43 auf 40 Euro und verwies zur Begründung auf gestiegene Eigenkapitalkosten.

Bereits am Mittwoch hatte Deutsche Bank Research das Papier von „Buy“ auf „Hold“ zurückgenommen. Das Analysehaus beließ das Kursziel zwar bei 42 Euro, begründete die vorsichtigere Haltung jedoch mit der Unsicherheit über die künftige Ausrichtung des Instituts. Anleger preisen damit vermehrt das Risiko ein, dass die Eigenständigkeit und die operative Planung durch die Avancen aus Mailand blockiert werden könnten.

Forderungen aus Berlin und Druck aus Mailand

Hinter den Abstufungen steht ein sich zuspitzender Machtkampf um die Führung und Struktur der Commerzbank. Laut Reuters drängt die Bundesregierung nach Angaben aus Regierungskreisen auf zügige und verbindliche Zusagen von UniCredit.

Im Fokus stehen dabei der Erhalt von Arbeitsplätzen, der Verbleib des Hauptsitzes in Frankfurt, die Fortführung der Börsennotierung sowie die gesicherte Finanzierung des deutschen Mittelstands. UniCredit erklärte dazu, den Dialog zu begrüßen und dessen Ausgang optimistisch zu sehen.

Gleichzeitig kursieren Berichte über weitreichende Pläne der Italiener. Einem Bericht der Financial Times zufolge strebt UniCredit nach dem Vorliegen ausstehender behördlicher Genehmigungen eine außerordentliche Hauptversammlung an. Ziel sei es demnach, alle zehn Vertreter der Anteilseigner im 20-köpfigen Aufsichtsrat zu ersetzen. Auch über eine mögliche Ablösung von Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp wurde berichtet.

Kapitalmaßnahmen laufen weiter

Die Commerzbank setzt unterdessen ihre beschlossenen Maßnahmen am Kapitalmarkt fort. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb das Institut vom 21. bis einschließlich 25. September 2.037.832 eigene Anteile.

Am Markt behauptet sich das Papier trotz der jüngsten Belastungen auf Jahressicht im positiven Terrain. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 39,08 Euro, was seit Jahresanfang einem Zuwachs von 8,2 Prozent entspricht. Ob sich dieser Trend fortsetzen lässt, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell Klarheit über die Eigentümerstruktur entsteht.

Anzeige

Stand heute, 4. Oktober: Commerzbank – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Commerzbank investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 4. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Commerzbank: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Commerzbank

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/