Das Frankfurter Kreditinstitut treibt die Reduzierung eigener Anteile weiter voran. Wie die Commerzbank am heutigen Dienstag mitteilte, erwarb das Unternehmen zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober 2026 insgesamt 1.871.048 eigene Aktien über den Markt.
In der vorhergehenden Handelswoche vom 21. bis zum 25. September hatte das Volumen bei 2.037.832 Papieren gelegen. Seit dem Programmstart am 4. September 2026 kaufte das Geldhaus damit 8.126.141 Anteile zurück.
Analysten dämpfen die Erwartungen
Die Transaktionen erfolgen in einem Umfeld, das zuletzt von vorsichtigeren Analystenstimmen geprägt war. Am Freitag stufte RBC die Aktie von „Outperform“ auf „Sector Perform“ herab und senkte das Kursziel von 43 auf 40 Euro.
Als wesentliche Gründe führten die Experten höhere Eigenkapitalkosten sowie zusätzliche Risiken und eine verringerte Berechenbarkeit an, die aus den Absichten von UniCredit für die Commerzbank resultieren. UniCredit forciert die Commerzbank-Übernahme seit gut einer Woche.
Zuvor hatte am 30. September auch Deutsche Bank Research ihre Einschätzung angepasst. Das Analysehaus stufte die Commerzbank von „Buy“ auf „Hold“ zurück, während das Kursziel bei 42 Euro verblieb.
Analyst Benjamin Goy begründete diesen Schritt damit, dass zentrale Kurstreiber wie höhere Zinserträge und Ausschüttungen nach der vorangegangenen Kursentwicklung bereits eingepreist seien. Zudem bewege sich die Bewertung trotz angehobener Gewinnerwartungen weiterhin über dem Schnitt des Bankensektors.
IT-Kooperation und anstehende Geschäftszahlen
Auf operativer Ebene setzt die Bank parallel auf Kooperationen im Heimatmarkt. Am 28. September meldete die Commerzbank gemeinsam mit der Deutschen Bank sowie dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens an.
Die geplante Gesellschaft soll die Bereiche Datenverarbeitung, Hosting und verbundene Tätigkeiten abdecken; die Frist für Prüfungsanträge endet am 23. Oktober 2026. Zudem stellte die Bank am 1. Oktober zusammen mit comdirect eine YouGov-Studie zum geplanten Altersvorsorgedepot vor, nach der 38 Prozent der Befragten einen Abschluss für wahrscheinlich halten.
Am Aktienmarkt legte der Kurs heute um 1,8 Prozent auf 39,97 Euro zu. Für die weitere fundamentale Entwicklung richtet sich der Blick der Anleger auf den nächsten Pflichttermin im Finanzkalender: Am 5. November 2026 veröffentlicht das Institut die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026.
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