CD Projekt RED baut um. Das polnische Studio wandelt sich zum globalen Konzern mit mehreren Standorten. Im Zentrum steht der Aufbau eines starken Standbeins in Nordamerika.
Fokus auf Boston und Vancouver
Die Studios in Boston und Vancouver übernehmen die operative Führung für wichtige Titel. Dort entsteht „Project Orion“, der Nachfolger des Cyberpunk-Franchise. Das Management verspricht sich davon besseren Zugang zu Fachkräften in den USA und Kanada.
Parallel dazu integriert der Konzern eine Tochterfirma vollständig in den Standort Boston. Dort treiben die Teams „Project Sirius“ voran – ein Mehrspieler-Titel im Witcher-Universum. Die Zusammenführung soll die kreative Abstimmung mit den Kernteams in Polen verbessern.
Technologiewechsel als Beschleuniger
Technologisch verabschiedet sich CD Projekt von der eigenen REDengine. Künftig setzt das Unternehmen auf die Unreal Engine 5. Dieser Wechsel soll die Entwicklung von insgesamt neun Projekten beschleunigen.
Der Industriestandard erleichtert obendrein die Suche nach Personal. Bis 2027 will das Studio in Boston zwischen 300 und 400 Mitarbeiter beschäftigen. Erste Komplexitäten in der Forschungsphase nimmt das Management für einen langfristig agileren Rahmen in Kauf.
Kursentwicklung und Ausblick
Anleger reagieren positiv auf den strategischen Umbau. Die Aktie notiert aktuell bei 277,30 PLN. Damit liegt das Papier rund 15 Prozent über dem Wert zum Jahresanfang.
Der Kurs bleibt trotz eines wöchentlichen Rücksetzers stabil. Er notiert weiterhin nah am 52-Wochen-Hoch von 293,10 PLN.
Die kommenden Monate entscheiden über den Erfolg der neuen Struktur. Besonders die Fortschritte bei „Project Hadar“, der ersten komplett eigenen Marke, stehen unter Beobachtung. Gelingt die Synchronisation zwischen Warschau und Boston, kann CD Projekt dauerhaft mehrere Großprojekte gleichzeitig stemmen.
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