Der chinesische Automobilkonzern BYD hat seine Produktions- und Absatzzahlen für den Monat September vorgelegt. Der Hersteller meldete für den Berichtsmonat die Fertigung von 463.864 Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sowie einen Absatz von 463.561 Einheiten. Das Unternehmen wies darauf hin, dass die Werte vorläufig und ungeprüft sind.
Im deutschen Handel schloss das Papier am gestrigen Montag bei 8,53 Euro, was einem Tagesgewinn von 1,6 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie jedoch ein Minus von 20 Prozent.
Reine Stromer treiben das Monatsvolumen
Der Großteil der Auslieferungen entfiel im September auf voll batterieelektrische Pkw. In diesem Segment verzeichnete BYD 273.143 verkaufte Einheiten. Auf Pkw mit Plug-in-Hybridantrieb entfielen im selben Zeitraum 183.570 Fahrzeuge.
Zugleich gewinnt das internationale Geschäft an Gewicht. Der Export von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben belief sich im September auf 180.700 Einheiten. Dennoch zeigt die Bilanz über das gesamte bisherige Kalenderjahr Dämpfer. In den ersten neun Monaten summierte sich der Absatz auf 3.131.576 Fahrzeuge, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 3,94 Prozent entspricht.
Neue Baureihen und Meilensteine in der Fertigung
Um den Verkäufen neue Impulse zu geben, baut der Konzern sein Produktportfolio weiter aus. Für die Submarke Fang Cheng Bao startete Ende September die Auslieferung des Modells Formula S, das in China für 189.900 bis 229.900 Yuan angeboten wird. Zusammen mit der GT-Variante rechnet das Management mittelfristig mit monatlichen Verkäufen von mehr als 10.000 bis hin zu 15.000 Einheiten.
Parallel dazu bereitet der Hersteller die Markteinführung des Ti 9 vor, für den die Kundenregistrierung eröffnet wurde. Die ersten Auslieferungen des SUV-Flaggschiffs sind für das vierte Quartal vorgesehen. In der Fertigung erreichte der Konzern zudem eine symbolische Marke: In der Dynasty-Baureihe rollte mit der Limousine Da Han das zehnmillionste Fahrzeug vom Band.
Auf der jüngsten Hauptversammlung stimmten die Aktionäre zudem personellen und strukturellen Beschlüssen zu. Neben Satzungsänderungen und Vorstandswahlen billigten die Anteilseigner die Direktorenvergütung sowie ein Asset-Pool-Geschäft mit externen Garantien.
Mit einem aktuellen Kursniveau unterhalb der langfristigen Durchschnittslinien spiegelt die Aktie wider, dass der Markt die weitere Expansion und die Margenentwicklung im Heimatmarkt mit Zurückhaltung verfolgt.
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