Zehn Millionen Fahrzeuge einer einzigen Modelllinie markieren eine seltene Schwelle im globalen Automobilbau. BYD hat heute das zehnmillionste Modell seiner bekannten Dynasty-Reihe gefertigt. Bei dem Jubiläumsfahrzeug handelt es sich um die Flaggschiff-Limousine Da Han, die nach Unternehmensangaben am 13. Oktober offiziell an den Start gehen soll.
An den Finanzmärkten sorgte der industrielle Meilenstein zunächst für verhaltene Reaktionen. Im heutigen Handel gibt die Aktie um 1,9 Prozent nach und notiert bei 8,56 Euro.
Vorbereitungen auf den Verkaufsstart der Da Han
Mit der Da Han setzt der chinesische Konzern seine Produktoffensive im gehobenen Segment fort. Die Dynasty-Familie bildet seit Jahren eine der wichtigsten Säulen im Portfolio des Herstellers und trug maßgeblich zum Aufstieg der Marke bei. Der für Mitte Oktober terminierte Verkaufsstart der neuen Limousine soll diese Position weiter festigen.
Um die Fertigungskapazitäten für neue Modelle und das anhaltende Wachstum abzusichern, baut das Unternehmen auch seine Belegschaft deutlich aus. Am Produktionsstandort Xi’an stellt BYD nach Angaben der chinesischen Publikation Yicai, über die Reuters berichtete, mehr als 8.000 neue Mitarbeiter für Fabriken und Geschäftseinheiten ein.
Zuwächse auf den Auslandsmärkten
Während der Heimatmarkt die Basis für das hohe Produktionsvolumen stellt, gewinnt das internationale Geschäft schrittweise an Bedeutung. Wie Reuters am Donnerstag berichtete, legten die europäischen Autoverkäufe im August insgesamt zu, da eine stärkere Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen Rückgänge bei reinen Verbrennern ausglich. In diesem Umfeld konnten chinesische Hersteller wie BYD, Chery und Leapmotor ihre Verkäufe im Jahresvergleich fast verdoppeln bis verdreifachen.
Gleichzeitig verschärft sich der technologische Wettbewerb im Heimatmarkt zusehends. Konkurrent Geely stellte kürzlich eine Ladetechnologie vor, die nach Agenturberichten ein Fahrzeug in vier Minuten aufladen soll. Zum Vergleich: Das Ladesystem von BYD ermöglicht es laut Reuters, eine Batterie in neun Minuten von 10 auf 97 Prozent zu laden.
Mit einem Minus von 20 Prozent seit Jahresanfang zeigt sich der Kurs des Autobauers zwar spürbar belastet. Das heutige Produktionsjubiläum und die anstehenden Modellpremieren unterstreichen jedoch, dass der Konzern sein operatives Expansionstempo unverändert hoch hält.
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