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Symbolbild, KI-generiert

BYD Aktie: Gewinn-Schock erschüttert E-Auto-Riesen

Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD meldet erstmals seit drei Jahren sinkende Quartalsgewinne mit einem Rückgang von fast 30%. Der erbitterte Preiskampf im Heimatmarkt belastet die Margen und die Liquidität.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnrückgang von 29,9% im zweiten Quartal 2025
  • Bruttomarge auf niedrigsten Stand seit 2023 gesunken
  • Working Capital-Defizit auf 122,7 Milliarden Yuan angestiegen
  • Internationaler Umsatz wächst um 50,5% als Hoffnungsträger

Der weltgrößte Elektroauto-Hersteller meldet erstmals seit über drei Jahren sinkende Quartalsgewinne. BYD verzeichnete im zweiten Quartal einen dramatischen Gewinneinbruch von 29,9% auf 6,4 Milliarden Yuan (894,74 Millionen Dollar) – ein Schlag, der die Härte des chinesischen Preiskriegs im E-Auto-Sektor verdeutlicht.

Analisten völlig überrascht

Die Ergebnisse verfehlten die Erwartungen klar: Experten hatten mit einem Quartalsgewinn von 11,94 Milliarden Yuan gerechnet. Auch der Umsatz enttäuschte trotz eines Anstiegs um 14% auf 200,9 Milliarden Yuan – hier waren 233,08 Milliarden Yuan erwartet worden.

Besonders bitter: Im ersten Quartal hatte BYD noch ein Gewinnwachstum von 100,4% verbucht. Die Bruttomarge sackte auf 16,3% ab – den niedrigsten Wert seit 2023. Der Grund? Der erbitterte Preiskampf, den selbst chinesische Behörden als „zerstörerisch“ bezeichnen.

Finanzielle Belastungen nehmen zu

Beunruhigend entwickelt sich auch die Finanzlage des Konzerns:

  • Verschärfung des Working Capital-Defizits auf 122,7 Milliarden Yuan (Ende März: 95,8 Milliarden Yuan)
  • Anstieg der Schulden-zu-Vermögen-Quote auf 71,1% (Q1: 70,7%)
  • Druck durch neue 60-Tage-Zahlungsfristen für Zulieferer

Diese Kennzahlen zeigen: BYD kämpft mit der Liquidität für das Tagesgeschäft, während gleichzeitig die Schuldenlast steigt.

Verkaufsziel gerät in Gefahr

Das ehrgeizige Jahresziel von 5,5 Millionen verkauften Fahrzeugen wirkt zunehmend illusorisch. In den ersten sieben Monaten verkaufte BYD lediglich 2,49 Millionen Einheiten – gerade mal 45% des Jahresziels.

Kann der Konzern das Ruder noch herumreißen? Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: BYD müsste in den verbleibenden fünf Monaten monatlich fast 602.000 Fahrzeuge absetzen. Nomura-Analysten haben ihre Prognose bereits auf 5,0 bis 5,2 Millionen Fahrzeuge gekappt.

Produktion gedrosselt, Expansion gestoppt

Die Realität holt BYD ein: Drei Monate in Folge sanken die Verkäufe in China, im Juli ging erstmals seit 17 Monaten auch die Produktion zurück. Der Konzern reagierte mit gedrosselter Fertigung und verschobenen Kapazitätserweiterungen.

Internationale Expansion als Hoffnungsträger

Hoffnung kommt aus dem Ausland: Der Überseeumsatz explodierte in der ersten Jahreshälfte um 50,5% auf 135,4 Milliarden Yuan und macht bereits 36,5% des Gesamtumsatzes aus. Die Margen sind dort deutlich höher als im umkämpften Heimatmarkt.

Gleichzeitig investiert BYD massiv in Forschung und Entwicklung – die Ausgaben stiegen um 53% auf 30,88 Milliarden Yuan.

Aktie unter Druck

Die Hongkonger Aktien haben seit dem Mai-2024-Hoch bereits 28% verloren. Der Gewinn-Schock dürfte den Abwärtsdruck verstärken. Die nächsten Quartalszahlen Ende Oktober werden zeigen, ob BYD die Balance zwischen Wachstum und Profitabilität wiederfinden kann.

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