Der Finanzinvestor CVC Advisers steigt aus dem Ringen um den britischen Wärmebehandlungsspezialisten aus. CVC bestätigte heute offiziell, kein eigenes Übernahmeangebot für Bodycote vorzulegen. Damit unterliegt das Unternehmen den Beschränkungen von Regel 2.8 des britischen Takeover Code, abgesehen von festgelegten Ausnahmen.
Für Bodycote bedeutet dieser Schritt Klarheit im Bieterprozess. Die bereits empfohlene Übernahme durch Veritas Capital bleibt damit ohne Gegenangebot. Veritas hatte sich vor gut drei Wochen auf den Zukauf verständigt. Die Aktie von Bodycote verlor heute 3,2 Prozent auf 9,16 GBP, womit sich die Marktreaktion nach dem Wegfall eines möglichen Bietergefechts widerspiegelt.
Weg frei für Veritas Capital
Durch den Rückzug von CVC steht nun die Transaktion mit Veritas Capital im alleinigen Fokus der Anteilseigner. Die Veröffentlichung des sogenannten Scheme Document treibt die Umsetzung der geplanten Übernahme formell voran. Da ein konkurrierendes Angebot nun vom Tisch ist, entfällt der spekulative Aufschlag auf eine mögliche Nachbesserung des Kaufpreises.
Gleichzeitig ordneten institutionelle Adressen ihre Beteiligungsverhältnisse. JPMorgan Chase & Co. meldete am vergangenen Mittwoch das Überschreiten der Meldeschwelle vom 21. September. Die US-Bank hält demnach insgesamt 5,190785 Prozent der Stimmrechte an Bodycote, wobei der Großteil über Finanzinstrumente abgebildet wird.
Operative Expansion und personelle Weichenstellung
Ungeachtet der laufenden Übernahme treibt das Unternehmen seine geschäftliche Entwicklung voran. Am 22. September gab Bodycote Investitionen von mehr als $30 Millionen an den Standorten Fairfield und London im US-Bundesstaat Ohio bekannt.
Rund $12 Millionen fließen in die Verlagerung sowie Erweiterung des Standorts Fairfield. Etwa $20 Millionen sind für eine neue Großanlage zur heißisostatischen Verdichtung (HIP) in London vorgesehen, die ab Oktober 2026 betriebsbereit sein soll.
Zudem gab es Anpassungen im Führungsgremium. Am Donnerstag übernahm Non-Executive Director Emmanuelle Dubu den Vorsitz des Vergütungsausschusses. Sie folgte auf Cynthia Gordon, die ihr Mandat am 23. September niedergelegt hatte. Damit setzt das Management die geordnete Weiterführung der Gremienarbeit fort, während die Übernahme durch Veritas auf die Zielgerade einbiegt.
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