BKW baut mit der Übernahme des Windparks Öhringen-Karlsfurt seine Stromproduktion in Deutschland aus. Der heute gemeldete Kauf von ABO Energy erweitert das Portfolio um ein bereits im Bau befindliches Projekt. Die geplante Inbetriebnahme im ersten Quartal 2027 und der langfristig über das Erneuerbare-Energien-Gesetz abgesicherte Stromabsatz sind die wesentlichen Eckpunkte für Anleger.
Der Kaufvertrag wurde Anfang Oktober unterzeichnet. Einen Kaufpreis veröffentlichten die Beteiligten nicht, berichtet La Liberté. Damit lässt sich der Zukauf anhand seiner zusätzlichen Erzeugungskapazität einordnen, nicht aber hinsichtlich der finanziellen Belastung oder einer möglichen Rendite.
Zusätzliche Stromproduktion ab 2027 geplant
Der Windpark in Baden-Württemberg verfügt über eine Gesamtleistung von 33,6 MW. Erwartet wird eine jährliche Produktion von mehr als 80 GWh erneuerbarem Strom. Diese Erzeugungsmenge ist eine Prognose für den künftigen Betrieb und noch kein tatsächlich erzielter Jahresertrag.
BKW übernimmt damit kein Projekt in einer frühen Planungsphase. Der Bau läuft bereits. Für die wirtschaftliche Wirkung bleibt entscheidend, dass die Anlagen wie vorgesehen fertiggestellt werden und anschließend Strom liefern. Die Übernahme und der Beginn der Produktion sind deshalb getrennt zu betrachten.
Die Bauarbeiten begannen im zweiten Quartal 2025. Mit dem neuen Park steigt BKWs Windleistung an Land in Deutschland auf rund 217 MW. Der Zukauf erweitert somit ein bestehendes deutsches Windportfolio, statt einen neuen Markt für das Unternehmen zu eröffnen.
Für Anleger steht zunächst der Ausbau der Erzeugungsbasis im Vordergrund. Aus der zusätzlichen Leistung allein lässt sich allerdings kein konkreter Gewinnbeitrag ableiten. Die langfristige Absicherung des Absatzes ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Projektkonditionen.
EEG-Absicherung als wesentlicher Eckpunkt
Der geplante Stromabsatz ist langfristig durch das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz abgesichert. Diese Kondition unterscheidet die Transaktion von einer reinen Kapazitätserweiterung ohne entsprechende Absatzabsicherung. Sie erlaubt jedoch keine Aussage über die genaue Höhe der späteren Erlöse.
Parallel bleibt die politische Diskussion über die Förderung erneuerbarer Energien offen. Nach Angaben des Tagesspiegels sind Union und SPD bei der EEG-Reform und dem Netzpaket weiterhin uneinig. Die vorgesehene Verabschiedung in dieser Woche ist vom Tisch.
Für BKW ist die konkrete Projektvereinbarung der maßgebliche Anknüpfungspunkt. Der nächste operative Meilenstein ist die geplante Inbetriebnahme. Erst mit dem Übergang vom Bau zum laufenden Betrieb wird aus der übernommenen Kapazität zusätzliche Stromproduktion.
Stand heute, 12. Oktober: BKW – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in BKW investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 12. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
