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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Zinsangst bremst Rebound

Höhere Verbraucherpreise ließen Bitcoin zeitweise um 1,5 Prozent fallen; die Märkte kalkulieren häufiger mit einer weiteren Fed-Anhebung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • September-Inflation über den Prognosen
  • Zinserhöhungschance stieg auf rund 46 Prozent
  • Mehr als 220 Millionen Dollar liquidiert
  • US-Spot-ETFs verzeichneten 176 Millionen Dollar Zuflüsse

Die US-Inflationsdaten haben Bitcoin am Mittwoch aus dem Tritt gebracht. Die Verbraucherpreise stiegen im September stärker als erwartet, und die Börsen preisen nun deutlich höhere Chancen auf eine weitere Zinserhöhung der Fed ein. Bitcoin gab zeitweise um 1,5 Prozent auf rund 82.100 Dollar nach.

Heiße Zahlen, höhere Zinsängste

Die Gesamtinflation lag bei 3,7 Prozent, erwartet worden waren 3,6 Prozent. Die Kernrate zog auf 2,6 Prozent an, prognostiziert waren 2,5 Prozent. Hauptgrund ist der Benzinpreis, der binnen eines Monats um 9,1 Prozent sprang. Der Ölpreis liegt wegen des Krieges zwischen den USA und dem Iran seit Wochen über 90 Dollar je Barrel.

Die Fed hat im September bereits auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Für die Sitzung am 27. und 28. Oktober sehen Terminmärkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 46 Prozent für einen weiteren Schritt. Vor den Daten waren es 22 Prozent.

Die Renditen reagierten prompt. Die zehnjährige US-Anleihe rentiert bei etwa 5,3 Prozent, nahe einem 24-Jahres-Hoch. Eine nahezu risikolose Staatsanleihe mit dieser Verzinsung konkurriert mit Bitcoin, das keine laufenden Erträge abwirft. Auch Aktien gaben nach: Der S&P 500 verlor 0,6 Prozent, der Nasdaq 0,8 Prozent.

Liquidationen und ETF-Zuflüsse

Gehebelte Wetten auf steigende Kurse traf es besonders. Binnen 24 Stunden wurden Derivatepositionen im Wert von mehr als 220 Millionen Dollar zwangsgeschlossen, den Großteil machten Long-Positionen aus. Das gesamte Kryptovolumen sank, die Marktkapitalisierung liegt bei rund 2,8 Billionen Dollar. Ether verlor 2,8 Prozent auf etwa 2.440 Dollar.

Positiv fiel der Vortag aus. Die US-Spot-ETFs verbuchten am Dienstag Nettozuflüsse von 176 Millionen Dollar, nach Abflüssen am Montag. Auch Unternehmen kaufen weiter: Der Bitcoin-Treasury-Anbieter Strive erwarb zwischen dem 12. und 13. Oktober 2.822 BTC und hält nun 35.595 Coins. Das Geld stammt aus der Ausübung von Optionsscheinen.

Charttechnik: Entscheidung bei 81.600 Dollar

Bitcoin bewegt sich in der Fibonacci-Zone, die am Dienstag zurückerobert wurde. Der RSI rutschte mit 48,7 knapp unter die neutrale 50er-Marke. Die Volatilität ist seit acht Sitzungen komprimiert, ein größerer Ausschlag zeichnet sich ab.

Ein Tagesschluss unter 81.603 Dollar würde die Zone brechen und das Zwischentief bei 80.365 Dollar ins Spiel bringen, darunter wartet die Marke von 78.003 Dollar.

Nach oben müssen Käufer 84.245 Dollar zurückerobern, danach folgen 85.301 und 86.644 Dollar bis zum Oktober-Hoch bei 87.422 Dollar. Am Donnerstag stehen die Erzeugerpreise an, die Fed entscheidet am 28. Oktober.

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Diskussion zu Bitcoin

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.