Die thailändische Börsenaufsicht schafft neue Zugangswege für institutionelle Krypto-Anleger: Am heutigen Freitag sind dort Regulierungsvorschriften in Kraft getreten, die die Auflegung lokaler Spot-ETFs auf Bitcoin und Ether gestatten.
Zugelassene Fonds müssen dabei ein durchschnittliches Netto-Engagement von mindestens 80 Prozent in der zugrunde liegenden Kryptowährung halten und auf eine regulierte Verwahrung setzen. Die regulatorische Öffnung in Südostasien setzt einen Gegenpol zu den jüngsten Schwankungen bei den Kapitalflüssen in den USA.
Am Markt zeigt sich die Leitwährung davon zunächst unbewegt. Der Bitcoin notiert bei 82.069,00 USD und verzeichnet damit eine verhaltene Tagesveränderung von minus 0,1 Prozent. Dennoch hält das Papier einen komfortablen Abstand von 13 Prozent zu seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Uneinheitliche Mittelflüsse an der Wall Street
Während in Asien neue Anlagevehikel den Weg an den Markt finden, dominierten bei den US-amerikanischen Spot-ETFs zuletzt Gewinnmitnahmen. Am Mittwoch verbuchten die dortigen Produkte Nettoabflüsse in Höhe von 261,46 Millionen Dollar.
Den größten Anteil daran trugen der FBTC von Fidelity mit Abflüssen von 152,73 Millionen Dollar sowie der IBIT von BlackRock, der Abgaben von 110,94 Millionen Dollar verzeichnete. Demgegenüber konnte der BITB von Bitwise zeitgleich leichte Zuflüsse von 2,22 Millionen Dollar verbuchen.
Der Rücksetzer unterbricht eine volatile Phase. Am Dienstag hatten die US-Fonds noch Nettozuflüsse von 175,62 Millionen Dollar ausgewiesen und damit Abflüsse vom Wochenauftakt kurzzeitig gedreht. Bereits in der Vorwoche endete eine dreiwöchige Serie von Kapitalzuflüssen mit einem wöchentlichen Nettoabzug von 681 Millionen Dollar.
Coinbase stößt Debatte über Quantensicherheit an
Neben den Kapitalströmen rückt auch die langfristige technische Architektur des Netzwerks in den Blickpunkt. Medienberichten zufolge forderte die Krypto-Handelsplattform Coinbase die Entwickler-Community am Dienstag dazu auf, Vorbereitungen für den Übergang zu quantensicheren Verschlüsselungsmethoden einzuleiten. Derartige Anpassungen und die Migration des gesamten Ökosystems könnten nach Einschätzung des Unternehmens mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Coinbase brachte dabei verschiedene Konstruktionsansätze zur Diskussion, darunter flexiblere Transaktionsstrukturen sowie gestaffelte oder hybride Signaturen.
Der Vorstoß versteht sich ausdrücklich als Diskussionsbeitrag und stellt weder ein bereits beschlossenes Protokoll-Upgrade noch einen verbindlichen Zeitplan dar. Die Initiative unterstreicht jedoch, dass neben regulatorischen Impulsen auch grundlegende Sicherheitsfragen die Entwicklung der Kryptowährung prägen.
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