Michael Saylor hat es am Sonntag angedeutet, am Montag folgte die Bestätigung: Strategy hat in der vergangenen Woche erneut Bitcoin zugekauft. Der Zukauf fällt klein aus, die Begleitumstände sind es nicht.
Kleiner Kauf, große Bestände
Strategy erwarb zwischen dem 12. und 18. Oktober 267 Bitcoin für rund 22,1 Millionen Dollar. Der Durchschnittspreis lag bei etwa 82.900 Dollar je Bitcoin.
Die Gesamtposition wächst damit auf 848.517 Bitcoin, mehr als 4 Prozent des gesamten Angebots. Die Anschaffungskosten summieren sich auf 64 Milliarden Dollar, im Schnitt 75.446 Dollar je Coin.
Finanziert wurde der Kauf über den Verkauf von Stammaktien am Markt und über Barreserven. Aus dem laufenden Programm stehen noch Aktien im Wert von knapp 19 Milliarden Dollar zur Verfügung.
Parallel dazu kaufte das Unternehmen Vorzugsaktien der Serie STRC für rund 193 Millionen Dollar zurück. Der Verwaltungsrat erhöhte zudem die Obergrenze für das Rückkaufprogramm für digitale Kreditpapiere von 2 auf 3 Milliarden Dollar. Die Dollar-Reserve lag zum 18. Oktober bei 4,83 Milliarden Dollar.
Gegenwind für das Finanzierungsmodell
Die Aktie von Strategy verlor in der vergangenen Woche 11,3 Prozent und schloss am Freitag bei 136,83 Dollar. Bitcoin gab im gleichen Zeitraum nur 2,6 Prozent nach. Ein Grund für die Schwäche: Der Indexanbieter MSCI will neue Regeln für sogenannte nicht-operative Unternehmen einführen. Strategy könnte aus seinen Indizes fallen, ebenso andere Treasury-Firmen wie Metaplanet und Sharplink.
Hinzu kommt Kritik am Finanzierungsmodell. Die Analysten von K33 warnen, die Vorzugsaktien könnten Strategy wegen steigender Dividendenlasten aus STRC langfristig Bitcoin kosten. Forschungschef Vetle Lunde hält die Ausgabe von Stammaktien für den effizienteren Weg. Allein die Dividenden auf Vorzugsaktien verschlangen zuletzt 45,5 Millionen Dollar aus der Reserve.
Saylor setzt derweil auf ein neues Produkt. Auf einer Investorenveranstaltung skizzierte er einen Dollar-Stablecoin, der durch Bitcoin gedeckt ist und Renditen von 6 bis 8 Prozent bieten könnte.
Strategy bleibt weit vorn
Unter den 198 börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Beständen liegt Strategy deutlich an der Spitze. Metaplanet folgt an zweiter Stelle mit 44.000 Bitcoin, dahinter Twenty One mit 43.514 sowie Strive und MARA mit jeweils rund 35.600.
Die nächste Wochenmeldung dürfte zeigen, ob Strategy trotz fallender Aktie und MSCI-Risiko das Tempo hält. Das ATM-Programm bietet ausreichend Spielraum.
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