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Symbolbild, KI-generiert

Bitcoin: Morgan Stanleys eigener ETF

Die US-Großbank Morgan Stanley lanciert einen Spot-Bitcoin-ETF mit der niedrigsten Gebühr am Markt und nutzt ihr riesiges Beraternetzwerk für den Vertrieb.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Niedrigste Verwaltungsgebühr aller Bitcoin-ETFs
  • Starker Marktstart mit Millionen-Zuflüssen
  • Vertrieb über 16.000 eigene Vermögensberater
  • Weitere Krypto-Produkte bereits in Planung

Morgan Stanley hat am 8. April 2026 Geschichte geschrieben. Mit dem Launch des Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) bringt erstmals eine der größten US-Banken einen eigenen Spot-Bitcoin-ETF auf den Markt — und greift damit direkt BlackRocks Marktführerschaft an.

Günstigster Anbieter am Markt

Der entscheidende Hebel ist der Preis. MSBT erhebt eine jährliche Verwaltungsgebühr von lediglich 0,14 % — der niedrigste Wert im gesamten Spot-Bitcoin-ETF-Markt. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) verlangt 0,25 % und dominiert die Kategorie derzeit mit rund 70,6 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen. Für institutionelle Anleger, die zehn Millionen Dollar oder mehr einsetzen, bedeutet der Unterschied von elf Basispunkten immerhin 11.000 Dollar jährliche Ersparnis.

Der Marktstart verlief stark: Rund 34 Millionen Dollar Nettozuflüsse und mehr als 1,6 Millionen gehandelte Anteile am ersten Tag. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas stufte den Launch unter die besten ein Prozent aller ETF-Debüts ein und prognostiziert für das erste Jahr ein verwaltetes Vermögen von fünf Milliarden Dollar.

Vertriebsnetz als entscheidender Vorteil

Was MSBT von Konkurrenzprodukten abhebt, ist nicht allein der Preis. Morgan Stanley beschäftigt rund 16.000 Vermögensberater, die zusammen 9,3 Billionen Dollar an Kundenvermögen betreuen. Seit 2024 dürfen diese Berater Bitcoin-ETFs empfehlen — nun können sie ein hauseigenes Produkt anbieten, das die Gebühreneinnahmen direkt bei der Bank belässt. Dieses Vertriebsnetz verschafft MSBT einen strukturellen Vorteil gegenüber Anbietern ohne vergleichbare Beraterinfrastruktur.

Der MSBT ist dabei nur der erste Schritt einer umfassenderen Digitalstrategie. Morgan Stanley hat bereits S-1-Registrierungen für einen Ethereum- und einen Solana-Trust eingereicht und plant, den Kryptohandel mit Bitcoin, Ethereum und Solana über E*Trade in der ersten Jahreshälfte 2026 einzuführen.

Herausforderer mit Ambitionen

Bitcoin-ETFs verwalten insgesamt bereits mehr als 100 Milliarden Dollar. Mit dem MSBT-Launch verschärft sich der Gebührenwettbewerb in einem Markt, den BlackRock bislang mit rund 45 % Marktanteil dominiert. Ob weitere Großbanken nachziehen, bleibt offen — CoinShares-Analyst Luke Nolan weist darauf hin, dass Institute mit traditionell kryptofeindlichem Ruf kaum kurzfristig folgen dürften, auch wenn das Risiko, als Erster zu handeln, nun genommen ist.

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