Ein deutlicher Anstieg der US-Inflation setzt den Kryptomarkt unter Druck. Weil die Teuerung neue Spekulationen über weitere Zinsanhebungen der Federal Reserve schürt, weichen Investoren vermehrt in festverzinsliche Papiere aus. Am Mittwochnachmittag fiel der Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 81.570 Dollar zurück, nachdem er sich im frühen Handel noch über der Marke von 83.000 Dollar gehalten hatte.
Zinsfurcht dämpft die Risikobereitschaft
Der Mechanismus hinter den Kursverlusten ist direkt: Bieten festverzinsliche Anlagen verlässliche Renditen, verlieren zinslose Werte an Reiz. Kapital fließt daher verstärkt in Staatsanleihen ab, was die Nachfrage nach Digitalwährungen bremst. Nach Einschätzung von Analyst Timo Emden vom Handelshaus Captrader wiegt die Furcht vor geldpolitischen Enttäuschungen derzeit schwerer als die Risikofreude der Marktteilnehmer. Investoren stellen sich darauf ein, dass der Gegenwind durch die Zinspolitik stärker ausfallen könnte als bislang angenommen.
Spanne der Vormonate hält an
Der jüngste Rücksetzer fügt sich in die Entwicklung der vergangenen Wochen ein. Seit Ende September verharrt der Kurs in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Zuvor hatte sich die Notierung nach einem Rückgang im Sommer auf etwa 60.000 Dollar erholt.
Vom historischen Höchststand bleibt die Leitwährung dennoch weit entfernt. Vor etwa einem Jahr lag das Rekordniveau bei über 120.000 Dollar. Die Aussicht auf eine weiterhin straffe Gangart der US-Notenbank Fed zementiert vorerst die Zurückhaltung der Investoren und hält den Kurs unter der Marke von 82.000 Dollar fest.
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