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Symbolbild, KI-generiert

BioNTech Aktie: BofA streicht FixVac und iNeST

BioNTech gewinnt 5,4 Prozent; Bank of America und Morgan Stanley reduzieren ihre Kursziele, bestätigen aber positive Einstufungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie legt 5,4 Prozent zu
  • Bank of America senkt Ziel auf 114 Dollar
  • Morgan Stanley reduziert Kursziel ebenfalls auf 114 Dollar
  • Uğur Şahin verkauft Aktien nach Handelsplan

Im Sog einer breiten Erholung bei Impfstoffwerten hat die Aktie von BioNTech am Freitag um 5,4 % zugelegt. Das Papier schloss bei 86,50 €. Für Auftrieb im gesamten Sektor sorgte ein Bericht der New York Times über eine geplante öffentlich-private Initiative zur Beschleunigung der Forschung an personalisierten Krebsimpfstoffen. Die US-Gesundheitsbehörde NIH soll dieses Vorhaben unterstützen.

BioNTech entwickelt solche individualisierten Ansätze zur Tumorbekämpfung seit Jahren als zentrales Element der eigenen Wachstumsstrategie. Gleichzeitig blicken Marktbeobachter bei der Bewertung des Portfolios differenzierter auf das Unternehmen als die allgemeine Branchenstimmung vermuten lässt. Veränderungen in der klinischen Entwicklung führten zu Anpassungen in den Bewertungsmodellen führender Analysehäuser.

Bank of America passt Bewertungsmodell an

Analystin Tazeen Ahmad von der Bank of America senkte gestern das Kursziel für die Aktie von 122 $ auf 114 $. Trotz dieser Korrektur bestätigte die Expertin ihre Einstufung mit „Buy“. Ausschlaggebend für die Senkung war die Beendigung zweier klinischer Forschungsprogramme. Ahmad strich die Projekte FixVac bei Melanomen sowie iNeST als adjuvante Therapie bei Darmkrebs vollständig aus ihrem Bewertungsmodell.

Die Bereinigung verdeutlicht die forschungsbedingten Risiken im Segment der Krebsmedizin. Misserfolge oder der Abbruch einzelner Entwicklungslinien gehören in der Onkologie zum üblichen Geschäftsverlauf. Für Marktbeobachter verschiebt sich der Schwerpunkt damit zunehmend auf die fortgeschrittenen Schlüsselprojekte der Mainzer.

Kurszielkorrekturen und Transaktionen der Führungsebene

Auch bei Morgan Stanley kam es zu einer Neueinschätzung. Analyst Terence Flynn senkte am Mittwoch das Kursziel von 115 $ auf 114 $. Die Einstufung beließ Flynn unverändert bei „Overweight“.

Die beiden Einstufungen belegen ein weiterhin solides Grundvertrauen institutioneller Beobachter. Beide Häuser sehen den fairen Wert des Unternehmens über dem aktuellen Handelsniveau an den US-Börsen. Parallel zu den Analystenstimmen rückten jedoch auch Verkäufe aus dem Führungskreis in den Blickpunkt der Marktteilnehmer.

BioNTech-Chef Uğur Şahin trennte sich in den vergangenen Tagen von Firmenanteilen. Gestern veräußerte Şahin 36.209 Stammaktien zu einem Preis von 95,3733 $ je Anteil. Bereits am Donnerstag stieß er ein weiteres größeres Aktienpaket ab.

Die Verkäufe erfolgten im Rahmen eines vorab aufgesetzten Handelsplans nach Rule 10b5-1 aus dem Monat Juni. Solche Vereinbarungen regeln Transaktionen von Führungskräften automatisch und unabhängig von aktuellen Kursbewegungen. Marktbeobachter sehen in diesen Schritten daher vor allem eine geplante Liquiditätsmaßnahme und kein Misstrauensvotum gegenüber den künftigen Aussichten.

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