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Symbolbild, KI-generiert

BCE Aktie: Analysten werden vorsichtiger?

CIBC und Desjardins halten an positiven Empfehlungen fest; Bell Canadas Rechenzentrumsvorhaben nahe Regina benötigt weitere Genehmigungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CIBC senkt Kursziel auf C$38
  • Desjardins reduziert Ziel auf C$41
  • Beide Häuser behalten Kaufempfehlungen bei
  • Bell plant Ausbau nahe Regina

Die Canadian Imperial Bank of Commerce hat ihr Kursziel für BCE am Donnerstag gesenkt, die positive Einstufung aber beibehalten. Damit folgt sie auf eine ähnliche Anpassung von Desjardins am Mittwoch.

Die Analystenaktionen zeigen eine vorsichtigere Bewertung, ohne die Kaufargumente grundsätzlich aufzugeben. Parallel plant die BCE-Tochter Bell Canada einen Ausbau ihrer KI-Rechenzentrumsaktivitäten nahe Regina, für den noch keine abschließende Genehmigung vorliegt.

Analysten reduzieren ihre Erwartungen

Die Canadian Imperial Bank of Commerce reduzierte ihr Kursziel von C$39 auf C$38 und bestätigte die Einstufung „Outperformer“. Medienberichten zufolge erfolgte die Anpassung am Donnerstag.

Für Anleger ist die Unterscheidung zwischen Kursziel und Empfehlung wichtig: Das niedrigere Ziel signalisiert eine zurückhaltendere Bewertung. Die unveränderte Empfehlung steht dagegen weiterhin für eine positive Einschätzung. Eine Kurszielsenkung ist deshalb nicht mit einer Verkaufsempfehlung gleichzusetzen.

Desjardins senkte das Kursziel am Mittwoch von C$43 auf C$41. Die Kaufempfehlung blieb ebenfalls bestehen.

Beide Häuser nahmen damit ihre Zielmarken zurück, änderten aber nicht die Richtung ihrer Empfehlungen. Daraus ergibt sich ein gemischtes Bild: Die Bewertungen werden vorsichtiger, während die Analysten an ihren positiven Anlageurteilen festhalten.

Rechenzentrumspläne mit Genehmigungsvorbehalt

Für eine geplante KI-Rechenzentrumserweiterung schloss Bell Canada bedingte Vereinbarungen zum Erwerb von rund 895 Acres nahe Regina. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht beschreibt damit einen vorbereitenden Schritt, keinen endgültig gesicherten Standorterwerb.

Der Gemeinderat von Sherwood brachte Änderungen der Flächennutzung und Planung in die öffentliche Prüfung ein. Eine abschließende Genehmigung erteilte er nicht. Für die Einordnung des Projekts bleibt diese Trennung entscheidend: Fortschritte im Planungsverfahren bedeuten noch keine Freigabe für die Umsetzung.

Zudem verlangte die Standing Buffalo Dakota First Nation von Bell Canada und BCE Informationen sowie Konsultationen zum Rechenzentrum. Sie verwies auf mögliche Umweltauswirkungen. Ihr Schreiben forderte eine Antwort oder Unterlagen innerhalb von 30 Tagen.

Das Anliegen ergänzt die öffentliche Prüfung um die Frage, wie Bell Canada mögliche Umweltbelange und die geforderte Einbindung behandelt. Es belegt jedoch weder eine Ablehnung des Vorhabens noch dessen Genehmigung.

Positive Urteile ersetzen keine Projektfreigabe

Für BCE-Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Signale nebeneinander: Analysten halten an positiven Empfehlungen fest, setzen ihre Kursziele aber niedriger an. Bell Canada verfolgt zugleich ein Ausbauvorhaben, dessen Umsetzung von weiteren Planungsschritten abhängt.

Die bedingten Grundstücksvereinbarungen sind ein konkreter Fortschritt. Für die Anlageentscheidung sollten sie dennoch nicht wie ein bereits genehmigtes Rechenzentrumsprojekt gewertet werden.

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