Am heutigen Donnerstag verzeichnet die Aktie von Bayer ein Minus von 2,3 Prozent und fällt auf 46,66 Euro. Medienberichten zufolge setzten bereits am Vormittag spürbare Verkäufe in den Papieren ein. Ein greifbarer Anlass für die Abgaben war dabei nicht auszumachen. Weder unternehmensspezifische Meldungen noch neue Branchennachrichten lieferten eine Erklärung für die Kursverluste.
Fortschritte in der pharmazeutischen Entwicklung
Dabei gab es erst gestern fundamentale Neuigkeiten aus der Medikamentenforschung des Konzerns. Bayer und die Konzerntochter BlueRock Therapeutics gaben bekannt, dass der gemeinsame Wirkstoffkandidat lemiretprocel (OpCT-001) regulatorischen Rückenwind erhalten hat.
Sowohl die US-Arzneimittelbehörde FDA als auch die europäische Behörde EMA erteilten dem Projekt Orphan-Drug-Designations. Die Einstufung als Arzneimittel für seltene Leiden gilt der Therapie von primären Photorezeptorerkrankungen.
Im Detail betreffen die von der FDA vergebenen Designations die beiden Augenerkrankungen Retinitis pigmentosa und Zapfen-Stäbchen-Dystrophie. Diese Einstufungen spielen in der pharmazeutischen Entwicklung eine wichtige Rolle. Sie sichern den forschenden Unternehmen bei der Erprobung regulatorische Vorteile und administrative Unterstützung durch die Behörden.
Deutsche Bank blickt auf Quartalszahlen
Neben den Fortschritten in der Pipeline rücken die finanziellen Kennzahlen in den Mittelpunkt des Marktinteresses. Analystin Virginie Boucher-Ferte beließ das Papier auf „Buy“ mit einem Kursziel von 60 Euro. Für das dritte Quartal prognostiziert sie ein operatives Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, rechnet beim operativen Ergebnis jedoch mit einem Rückgang um 10 Prozent.
Diese Schätzung unterstreicht den anhaltenden Druck auf die Margen, dem das operative Geschäft der Leverkusener ausgesetzt bleibt. Die verhaltenen Gewinnerwartungen verdeutlichen die operativen Herausforderungen im laufenden Geschäftsjahr. Entsprechend zurückhaltend agieren viele Marktteilnehmer im Vorfeld der detaillierten Bilanzdaten.
Quartalsbericht folgt Anfang November
Gewissheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahresviertel erhalten die Marktteilnehmer im Spätherbst. Bayer hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal für den 3. November angekündigt. Erst dieser Zwischenbericht wird belegen, wie sich die Erlöse und das Ergebnis im Detail entwickelt haben.
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