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Symbolbild, KI-generiert

BASF Aktie: Zwei Banken, ein Ziel

Deutsche Bank und DZ Bank korrigieren ihre Einschätzung zur BASF-Aktie nach oben und setzen das Kursziel auf 55 Euro. Treiber sind geopolitische Branchenverschiebungen und interne Transformationsmaßnahmen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Banken erhöhen Kursziel auf 55 Euro
  • Geopolitische Lage führt zu Neubewertung
  • Kosteneinsparungen und Aktienrückkäufe geplant
  • Quartalszahlen Ende April als nächster Prüfstein

Gleich zwei Analysehäuser haben am Dienstag ihre Einschätzung zur BASF-Aktie nach oben korrigiert — und beide landen beim selben Kursziel. Treiber ist eine Neubewertung des europäischen Chemiesektors vor dem Hintergrund des anhaltenden Nahost-Konflikts.

Deutsche Bank Research hob die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ an und erhöhte das Kursziel von 45 auf 55 Euro — ein Anstieg von mehr als 22 Prozent. Analystin Virginie Boucher-Ferte begründet den Schritt mit einer Neusortierung der Branche: Angesichts der schwer kalkulierbaren Folgen des Konflikts stufte sie Akzo Nobel, Givaudan und Wacker Chemie herab, während sie für BASF eine Kaufempfehlung ausspricht. Ihre These: Als voll integrierter Chemiekonzern gehört BASF zu den potenziellen Nutznießern der geopolitisch bedingten Branchenverschiebungen — selbst wenn der Krieg noch länger andauert.

Nahezu zeitgleich zog die DZ BANK nach. Analyst Peter Spengler bestätigte die Kaufempfehlung und hob den fairen Wert ebenfalls auf 55 Euro an. Er verweist auf die Wirkung der internen Transformationsmaßnahmen sowie auf die China-Expansion, die Nachfrageschwäche in anderen Regionen abfedern soll.

Ehrgeizige Ziele, aber auch Gegenwind

Die positive Einschätzung der Analysten stützt sich auch auf die laufenden Umbaumaßnahmen. BASF hat das Ziel für jährliche Kosteneinsparungen bis Ende 2026 auf 2,3 Milliarden Euro angehoben — gegenüber ursprünglich geplanten 2,1 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm: Bis Ende 2028 plant das Unternehmen Rückkäufe im Volumen von mindestens 4 Milliarden Euro, kombiniert mit einer Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie jährlich. Insgesamt sollen Aktionäre bis 2028 mindestens 12 Milliarden Euro erhalten.

Allerdings gibt es Vorbehalte. Die im Februar veröffentlichte EBITDA-Guidance für 2026 liegt mit einer Spanne von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro an der Obergrenze knapp unter dem Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Zudem belastet ein schwächerer US-Dollar die Ergebnisse — BASF bezifferte den potenziellen Währungseffekt im ersten Quartal auf rund 200 Millionen Euro.

Quartalszahlen am 30. April als nächster Test

Die Aktie legte heute auf rund 49,86 Euro zu und liegt damit spürbar über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 44,85 Euro. Das breite Spektrum der Analystenkursziele — von 36 bis 62 Euro — zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen zum Timing eines Chemiezyklus-Aufschwungs und zur Umsetzbarkeit der Sparziele ausfallen. Am 30. April präsentiert BASF die Quartalszahlen; dann wird sich zeigen, ob Kostendisziplin und China-Strategie bereits konkrete Spuren in der Bilanz hinterlassen haben.

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