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Symbolbild, KI-generiert

BASF Aktie: Markante Erholung

BASF verkauft Glufosinat-Anlagen in Höchst und setzt auf Spezialisierung. Der Markt honoriert die konsequente Umsetzung der Strategie mit Kursgewinnen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf energieintensiver Produktionsanlagen in Höchst
  • Inbetriebnahme innovativer 3D-Katalysator-Anlage
  • Aktie legt deutlich gegen Markttrend zu
  • Markt erwartet Dividendenrendite von über 4 Prozent

Der Verkauf von Produktionsanlagen im Frankfurter Industriepark Höchst sendet ein klares Signal: BASF setzt die Portfoliobereinigung konsequent um. Die Aktie legte am Freitag gegen den Markttrend zu — und nähert sich damit ihrem 52-Wochen-Hoch.

Glufosinat-Anlagen wechseln den Besitzer

BASF Agricultural Solutions hat eine verbindliche Vereinbarung mit der ProChem InnoTec GmbH über den Verkauf von Produktionsanlagen am Standort Höchst unterzeichnet. Die betroffenen Anlagen dienten bis Ende 2024 der Herstellung des Herbizid-Wirkstoffs Glufosinat-Ammonium. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende des ersten Quartals 2027 geplant, über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Der Schritt ist die direkte Folge eines bereits 2024 eingeschlagenen Kurses: Angesichts hohen Kostendrucks und veränderter Marktbedingungen trennt sich der Konzern schrittweise von energieintensiven Standardkapazitäten in Deutschland.

Innovation statt Massenproduktion

Parallel zum Rückzug aus unrentablen Bereichen setzt BASF auf technologische Differenzierung. Am 19. März nahm das Unternehmen am Stammwerk Ludwigshafen die weltweit erste industrielle Anlage für 3D-gedruckte Katalysatoren in Betrieb. Vorstandschef Markus Kamieth bezeichnet dies als zentralen Baustein der „Winning Ways“-Strategie, mit der die europäischen Standorte durch Spezialisierung wettbewerbsfähig bleiben sollen.

Zudem wurde ein neuer CEO für die Coatings-Sparte benannt: Jens Lühring übernimmt die Führung, sobald die geplante Verselbstständigung unter Investor Carlyle vollzogen ist.

Markt honoriert die Konsequenz

Marktbeobachter werten die zügige Umsetzung der Desinvestitionen als Zeichen strikterer Kostendisziplin — und die Kursentwicklung spricht dafür. Mit einem Wochenplus von rund 13 Prozent notiert die Aktie knapp unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs bei 51,60 Euro. Das Handelsvolumen am Freitag lag mit über 2,5 Millionen gehandelten Aktien deutlich über dem Durchschnitt.

Der nächste Gradmesser folgt am 30. April 2026, wenn BASF die Quartalszahlen für das erste Quartal vorlegt. Analysten erwarten für das Gesamtjahr eine Dividende von rund 2,28 Euro je Aktie — was beim aktuellen Kursniveau einer Rendite von über 4 Prozent entspräche.

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