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Symbolbild, KI-generiert

BASF Aktie: Gefährliche Untiefen!

Der Chemiekonzern verfehlt die Markterwartungen für das laufende Jahr und erhöht sein Einsparziel deutlich, während die Dividende den schwachen operativen Cashflow belastet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EBITDA-Prognose für 2026 unter Analystenerwartungen
  • Drastische Erhöhung des jährlichen Einsparziels
  • Dividende operativ nicht durch Cashflow gedeckt
  • Massiver Stellenabbau und reduzierte Investitionen

Der Chemieriese aus Ludwigshafen verfehlt mit seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2026 die Erwartungen des Marktes. Während das Management an einer stabilen Dividende festhält, klafft im operativen Geschäft eine Lücke, die der aktuelle Cashflow nicht schließen kann. Als Reaktion verschärft der Konzern seinen Sparkurs drastisch.

Verhaltene Prognose belastet Kurs

Die Anleger reagieren nervös auf die neuen Zukunftsdaten: Die BASF-Aktie verliert heute 2,33 Prozent und notiert bei 45,25 Euro. Auslöser ist der Ausblick auf das laufende Jahr. Das Management erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert dieser Spanne liegt spürbar unter den bisherigen Konsenserwartungen der Analysten.

Vorstandschef Markus Kamieth dämpfte zudem Hoffnungen auf eine schnelle Besserung. Er geht kurzfristig weder von einer deutlichen konjunkturellen Belebung noch von einer Entspannung der geopolitischen Lage aus. Diese Zurückhaltung wiegt schwer, da der Titel auf Jahressicht bereits über 16 Prozent an Wert eingebüßt hat.

Dividende zehrt an Substanz

Ein Blick auf die Bilanz des abgelaufenen Jahres 2025 offenbart den zentralen Konflikt. Zwar plant BASF, die Dividende stabil bei 2,25 Euro je Aktie zu halten, doch die operative Basis bröckelt. Das bereinigte EBIT brach um 18,1 Prozent ein, der Umsatz sank auf knapp 60 Milliarden Euro.

Besonders kritisch ist die Cashflow-Situation. Der Free Cashflow lag 2025 bei lediglich 1,34 Milliarden Euro. Damit ist die geplante Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro operativ nicht gedeckt. Dass der Nettogewinn stieg, liegt primär an staatlichen Sonderzahlungen für die Tochter Wintershall Dea und kaschiert die operative Schwäche im Kerngeschäft.

Sparziel drastisch erhöht

Um die Profitabilität zu sichern, greift die Führungsetage nun härter durch. Das jährliche Einsparziel bis Ende 2026 wurde von ursprünglich 1,6 auf nun 2,3 Milliarden Euro angehoben. Dies geht einher mit einem massiven Stellenabbau: Seit Ende 2023 fielen bereits 4.800 Jobs weg, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT folgen.

Zusätzlich streicht BASF die Sachinvestitionen für die kommenden Jahre um 20 Prozent zusammen. Parallel dazu treibt der Konzern den Umbau voran: Die Lacksparte soll im zweiten Quartal verkauft werden, während die Agrarsparte für einen möglichen Börsengang bis 2027 vorbereitet wird.

Expertenmeinungen gehen auseinander

Die Unsicherheit spiegelt sich auch in den Bewertungen der Analysten wider. Während Goldman Sachs weiterhin Potenzial sieht und zum Kauf rät, bleibt J.P. Morgan bei einer Verkaufsempfehlung. Die Experten sind uneins, ob die beschleunigten Kostensenkungen ausreichen, um die schwache Nachfrage in China und Europa zu kompensieren.

Am 30. April 2026 folgt die Hauptversammlung in Mannheim. Anleger werden dort genau prüfen, ob die Strategie der „Schrumpfkur“ langfristig aufgeht oder ob die Dividende künftig zur Disposition steht.

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