Der Chemiekonzern BASF dreht im nordamerikanischen Markt an der Preisschraube. Zum 1. Oktober kündigte das Unternehmen für ausgewählte Produktlinien Aufschläge von 0,15 US-Dollar je Pfund an. Die Maßnahme betrifft Caprolactam, Polyamid 6 sowie Copolyamid und greift, soweit bestehende Verträge dies zulassen.
Laufender Aktienrückkauf stützt den Kurs
Neben den operativen Schritten setzt das Management auf kontinuierliche Kapitalrückführungen. Für den Zeitraum vom 21. bis einschließlich 25. September meldete das Unternehmen den Erwerb von 838.832 eigenen Anteilen.
Seit dem Start der Tranche Anfang August summiert sich das Volumen damit auf 5.025.589 zurückgekaufte Aktien. Solche Rückkäufe dienen am Markt häufig dazu, das Angebot an frei gehandelten Papieren zu verknappen und das Vertrauen in die eigene Ertragskraft zu unterstreichen.
An der Börse zeigte sich der Wert zum Wochenschluss stabil: Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 50,16 Euro. Seit Jahresanfang verbucht der Titel ein Plus von 13 Prozent und notiert damit über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 49,66 Euro.
Für anhaltende Aufmerksamkeit sorgt zudem die Gemengelage um eine mögliche Branchenkonsolidierung. Vor gut einer Woche bestätigte BASF Sondierungsgespräche mit Evonik Industries und der RAG-Stiftung über einen potenziellen Zusammenschluss, hielt den Ausgang jedoch ausdrücklich offen.
Laut Reuters wies die Führung von Evonik Medienberichten zufolge eine Offerte über 10,3 Milliarden Euro als zu niedrig zurück. Der Ludwigshafener Konzern äußerte sich zu dieser Summe nicht.
Geteilte Analystenstimmen vor Quartalsbericht
Im Vorfeld der anstehenden Unternehmenszahlen gehen die Einschätzungen der Expertenhäuser weit auseinander. Die US-Bank JPMorgan sieht die Perspektiven verhalten und stuft die Aktie am 28. September mit „Underweight“ sowie einem Kursziel von 40 Euro ein.
Klarheit über die Belastbarkeit der Ertragsmargen und die Nachfrageentwicklung erhalten Anleger mit dem Quartalsbericht. Die Veröffentlichung dürfte Aufschluss darüber geben, in welchem Umfang die Preiserhöhungen den Gegenwind in der globalen Chemieindustrie ausgleichen können.
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