Am heutigen Freitag verzeichnet die ASML-Aktie ein Plus von 1,2 Prozent auf 1.599,80 Euro. Damit erholt sich das Papier von den jüngsten Schwankungen im Technologiesektor. Vor der anstehenden Vorlage der Quartalsbilanz blicken mehrere Investmentbanken zuversichtlich auf das niederländische Halbleiterunternehmen.
Zuversicht bei den Analysehäusern
Analyst Didier Scemama von Bank of America Securities hob das Kursziel am Dienstag von 2.452 Euro auf 2.557 Euro an. Zugleich bestätigte er die Einstufung mit Buy. Als Gründe nannte er höhere Schätzungen für Einheiten im Bereich der EUV- und Trockenlithografie sowie bessere Preise auf vergleichbarer Basis. Höhere Vorleistungskosten dämpfen diesen Effekt jedoch teilweise ab.
Parallel dazu passte Simon Coles von Barclays das Kursziel des Instituts am Dienstag von 2.400 Euro auf 2.450 Euro nach oben an. Er behielt seine Kaufempfehlung für den Halbleiterausrüster ebenfalls bei.
Die positiven Rückmeldungen der Analysten unterstreichen das Vertrauen in die Marktposition des Konzerns. Anleger achten vor allem darauf, wie sich die Profitabilität angesichts gestiegener Kosten entwickelt.
Gegenwind aus dem Technologiesektor
Gestern sah sich der Technologiesektor allerdings vorübergehend Gegenwind ausgesetzt. Der US-Index Nasdaq fiel um 1,3 Prozent zurück, belastet von steigenden Ölpreisen und allgemeiner Marktunsicherheit. Für ASML gab es an diesem Handelstag keine unternehmensspezifischen Belastungsfaktoren.
Auf Führungsebene gab es personelle Weichenstellungen. Airbus ernannte ASML-Chef Christophe Fouquet am 1. Oktober für die verbleibende Amtszeit von René Obermann in sein Board of Directors. Bei der Hauptversammlung des Luftfahrtkonzerns im April 2027 soll Fouquet für ein dreijähriges Mandat kandidieren.
Langfristige Perspektiven und Quartalstermin
Auch technologisch blicken die Entwickler weit nach vorn. Laut der Nachrichtenagentur Reuters legten Fachleute von ASML und Carl Zeiss in einer wissenschaftlichen Arbeit Details zu einem möglichen Hyper-NA-System dar. Die Technologie könnte Strukturen von nur fünf Nanometern belichten und in rund zehn Jahren einsatzbereit sein. ASML hat entsprechende Entwicklungen aufgenommen, sich bislang aber nicht zu einer Serienfertigung verpflichtet.
Die nächste wesentliche Wegmarke für die Aktie steht in der kommenden Woche an. ASML veröffentlicht die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 14. Oktober. Die Mitteilung wird am frühen Morgen erwartet, bevor das Management um 15:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit eine Telefonkonferenz für Anleger abhält.
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