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Symbolbild, KI-generiert

AMD Aktie: Korea-Strategie nimmt Form an

AMD baut seine Präsenz in Südkorea systematisch aus und sichert sich mit neuen Allianzen im KI- und Cloud-Bereich sowie einer Speicherliefervereinbarung mit Samsung wichtige strategische Positionen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategische Partnerschaft mit NAVER Cloud für EPYC-CPUs und MI455X-GPUs
  • Erweiterte Zusammenarbeit mit KI-Labor Upstage für Sprachmodelle
  • Samsung als Hauptlieferant für HBM4-Speicher in kommenden GPUs
  • Gespräche mit Politikern über KI-Förderprogramm K-Moonshot

AMD hat innerhalb weniger Tage eine ganze Reihe von Partnerschaften in Südkorea besiegelt. Die Vereinbarungen reichen von Cloud-Infrastruktur über KI-Sprachmodelle bis hin zur Speicherchip-Versorgung — und zeigen, wie systematisch das Unternehmen seinen Einfluss in der Region ausbaut.

Neue Allianzen im KI-Sektor

Am 19. März schloss AMD eine strategische Kooperation mit NAVER Cloud, dem Cloud-Arm des südkoreanischen Internetkonzerns. NAVER Cloud wird künftig AMD EPYC-Prozessoren in größerem Umfang einsetzen, darunter die kommende sechste Generation mit dem Codenamen „Venice“. Zusätzlich erhält NAVER Cloud frühzeitigen Zugang zu AMDs nächster GPU-Generation, dem Instinct MI455X, um Cloud- und Produktionsumgebungen damit zu betreiben. Ergänzt wird die Partnerschaft durch gemeinsame Arbeit an NAVERs KI-Software-Stacks auf Basis von AMDs ROCm-Plattform.

Parallel dazu weitet AMD seine Zusammenarbeit mit dem koreanischen KI-Labor Upstage aus. Upstage plant, im Laufe des nächsten Jahres AMD Instinct MI355 GPUs einzusetzen — für seine Sprachmodelle und Dokumentenverarbeitungssysteme. Die Kooperation ist auch an ein staatliches Förderprogramm geknüpft, das den Aufbau souveräner KI-Modelle in Korea vorantreibt.

Gespräche auf Regierungsebene

AMD-CEO Lisa Su nutzte den Besuch in Seoul für Gespräche mit koreanischen KI-Politikern. Im Mittelpunkt stand die Initiative „K-Moonshot“, ein Regierungsprogramm, das KI bis 2035 gezielt für nationale Herausforderungen einsetzen will. Su und die koreanische Seite erörterten gemeinsame Forschungsprojekte sowie die Förderung von KI-Softwaretalenten — ein Hinweis darauf, dass AMD die Beziehung nicht nur auf Hardwarelieferungen beschränkt sieht.

Samsung liefert den Speicher

Bereits einen Tag zuvor, am 18. März, unterzeichneten AMD und Samsung Electronics ein Memorandum of Understanding. Kern der Vereinbarung: Samsung wird als primärer Lieferant von HBM4-Speicher für die kommenden MI455X-GPUs fungieren. Zudem umfasst die Zusammenarbeit DDR5-Lösungen für AMDs EPYC-Prozessoren der sechsten Generation sowie die AMD Helios-Plattform. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung direkt in Samsungs Chipfabrik in Pyeongtaek.

Mit gesicherter Speicherversorgung, zwei neuen Software- und Cloud-Partnern sowie direktem Zugang zu Koreas KI-Förderprogrammen hat AMD seine regionale Aufstellung in dieser Woche erheblich gefestigt.

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