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Symbolbild, KI-generiert

Amazon Aktie: Teure Zukunftsvisionen

Hohe Ausgaben für KI-Infrastruktur und Satellitenprojekt Kuiper verunsichern Anleger, obwohl AWS ein starkes Umsatzwachstum meldet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kapitalausgaben steigen auf 200 Milliarden Dollar
  • AWS verzeichnet starkes Umsatzplus durch KI-Nachfrage
  • Amazon beschleunigt Starts für Satellitenprojekt Kuiper
  • Aktienkurs reagiert auf Kostenexplosion und Makroängste

Amazon baut sein Imperium in rasantem Tempo aus, von Satelliten im All bis hin zu gewaltigen KI-Rechenzentren auf der Erde. Der Markt reagiert auf diese gigantischen Zukunftswetten allerdings zunehmend nervös. Die Sorge vor explodierenden Kosten und makroökonomischem Gegenwind schickte die Papiere des Tech-Giganten gestern spürbar ins Minus.

Wettlauf im Orbit

Um im Geschäft mit dem weltweiten Satelliten-Internet aufzuholen, drückt der Konzern massiv aufs Tempo. Bis Anfang April 2026 hat Amazon bereits 241 Satelliten für sein Projekt Kuiper ins All gebracht. Ein aktueller Meilenstein war der Start einer Atlas-V-Rakete am vergangenen Samstag, die 29 weitere Flugkörper in die Umlaufbahn beförderte. Mit über 20 geplanten Starts in den kommenden zwölf Monaten will das Unternehmen die Schlagzahl nun verdoppeln.

Ein frischer Vertrag mit Delta Airlines unterstreicht den harten Wettbewerb um lukrative Kunden im Bereich des In-Flight-Wi-Fi. Fluggesellschaften suchen verstärkt nach schnellen Verbindungen im niedrigen Erdorbit. Für Amazon gilt es hier, den deutlichen Vorsprung von Elon Musks Starlink zügig zu verkleinern.

KI-Boom treibt die Ausgaben

Parallel dazu erfordert auch das Kerngeschäft gewaltige Summen. Die Cloud-Sparte AWS verzeichnete im Schlussquartal 2025 ein starkes Umsatzplus von 24 Prozent, direkt angetrieben durch die hohe Nachfrage nach generativer KI. Um diesen Hunger nach Rechenleistung zu stillen, plant das Management für das laufende Jahr 2026 gigantische Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar. Das ist ein massiver Sprung gegenüber den 131 Milliarden aus dem Vorjahr.

Genau diese Kostenexplosion bereitet Investoren derzeit Kopfzerbrechen. Gepaart mit anhaltenden Lieferkettenproblemen, steigenden Zinsen und der Angst vor einem abflachenden Umsatzwachstum führte dies am Sonntag zu einem Kursrückgang. Trotz der starken Marktstellung in Cloud und E-Commerce hinkt das Papier dem breiten Markt im Jahr 2026 bisher hinterher.

Die Konzernführung zeigt sich unbeeindruckt von der aktuellen Skepsis. Das Management plant fest damit, die massiven Investitionen in die AWS-Infrastruktur durch die hohe KI-Nachfrage in eine starke Kapitalrendite umzuwandeln. Der operative Fokus liegt nun auf der strikten Umsetzung der geplanten Satellitenstarts und dem schnellen Ausbau der Rechenkapazitäten im laufenden Jahr.

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