Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen zeichnet sich bei Aixtron ein geteiltes Bild ab. Während die Nachfrage nach Halbleiter-Ausrüstung im Markt für moderne Chip-Technologien intakt bleibt, dämpfen operative Hürden die kurzfristigen Erwartungen.
Am vergangenen Freitag schloss das Papier bei 36,64 Euro, was einem Zuwachs von 112 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Für Anleger stellt sich vor den für den 29. Oktober angekündigten Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor allem die Frage, wie stark sich das Auftragswachstum tatsächlich beschleunigen kann.
Geteilte Expertenstimmen vor den Quartalszahlen
Unter den Analysten gehen die Meinungen über das aktuelle Chance-Risiko-Verhältnis auseinander. Am 1. Oktober passte Craig McDowell von der US-Bank JPMorgan sein Kursziel für Aixtron von 60 auf 54 Euro an, hielt jedoch an der Einstufung „Overweight“ fest.
McDowell erwartet für das Unternehmen Umsatz- und Gewinnkennzahlen über den Konsensschätzungen. Er verwies dabei auf eine robuste Verfassung der Optoelektronik sowie Anzeichen für eine Trendwende bei Galliumnitrid-Chips. Um jedoch nachhaltig neues Anlegerinteresse zu wecken, sei eine spürbare Beschleunigung bei den Auftragseingängen erforderlich.
Vorsichtiger positioniert sich hingegen Deutsche Bank Research. Analyst Michael Kuhn bestätigte am Donnerstag sein „Hold“-Votum für den Wert. Zwar hob er ebenfalls die anhaltend starke Produktnachfrage hervor, sah darin jedoch ein Gegengewicht zu spürbaren Belastungen: Bestehende Engpässe in den Lieferketten wirken der operativen Entwicklung derzeit bremsend entgegen.
Institutionelle Investoren sortieren ihre Bestände
Parallel zu den Analysteneinschätzungen kam es zuletzt zu Bewegungen im Aktionärskreis des Spezialmaschinenbauers. Amundi meldete nach dem Überschreiten der Meldeschwelle zum 30. September einen Stimmrechtsanteil von 3,26 Prozent, was 3.696.255 zugerechneten Stimmrechten entspricht.
Zudem hält JPMorgan Chase & Co. eine Gesamtposition von 6,99 Prozent, die sich aus 1,47 Prozent an Aktien sowie 5,51 Prozent in Instrumenten zusammensetzt.
Klarheit über die operative Dynamik dürfte der Berichtstermin Ende des Monats liefern. Am 29. Oktober wird Aixtron die Mitteilung für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 vorlegen.
Die Veröffentlichung wird zeigen, ob die Dynamik in der Optoelektronik ausreicht, um die Lieferkettenrisiken zu überkompensieren. Mit dem jüngsten Schlusskurs notiert das Papier nur knapp unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 37,75 Euro.
Stand heute, 12. Oktober: Aixtron – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Aixtron investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 12. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
