Aumann, der Spezialist für innovative Spezialmaschinen und automatisierte Fertigungslinien im Bereich Elektromobilität, hat den Anlegern heute Zahlen für das dritte Quartal sowie die ersten 9 Monate des laufenden Geschäftsjahres präsentiert. Und der Blick auf die Kurstafeln zeigt, was die Anleger davon halten. Aumann-Aktien brechen um rund 11 Prozent auf aktuelle 80,30 Euro ein. Damit wird der seit 4 Monaten andauernde Höhenflug der Aktie vorerst abrupt gestoppt.

Zahlen zum Q3 unter Erwartungen

Zwar stieg der 9-Monatsumsatz um 24 Prozent auf 140 Mio. Euro und das 9-Monats-EBIT um 26 Prozent auf 15 Mio. Euro. Allerdings sorgte das Ergebnis für das dritte Quartal für große Enttäuschung, da es deutlich unter den Erwartungen des Managements liegt und „durch das starke organische Wachstum bedingt ist“.

Übernahme der USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH (USK)

Gleichzeitig mit Veröffentlichung der Zahlen meldet Aumann auch ein Unternehmensübernahme. Mit Wirkung zum heutigen Tag werden 100% der Anteile der USK aus Limbach-Oberfrohna übernommen. USK ist ein Spezialist für Automatisierungslösungen, der aktuell 300 Mitarbeiter beschäftigt und 2016 einen Umsatz von rund 70 Mio. Euro erzielen konnte.

Umsatzprognose wird angehoben

Angesichts der sofortigen Übernahme der USK hebt Aumann die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2017 auf 210 Mio. Euro an. Das EBIT soll bei mehr als 20 Mio. Euro liegen und damit leicht unterhalb der bisherigen Jahresprognose.

Die Übernahme reicht heute nicht aus, um die Enttäuschung der Anleger über die enttäuschenden Q3-Zahlen und die – trotz Übernahme – schwache EBIT-Prognose zu kompensieren. Die Anleger trennen sich mehrheitlich von ihren Aktien, was zu den bereits genannten kräftigen Kursverlusten führt.