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Rabenschwarzer Tag für Hypoport: Aktien brechen nach Quartalszahlen zweistellig ein

Einen rabenschwarzen Tag erleben heute die Aktionäre des Finanzdienstleisters und Immobilienkredit-Vermittlers Hypoport. Denn nachdem der heute zur Vorlage seiner Quartalszahlen die Gesamtjahresprognose nach unten angepasst hat, brechen die Aktien zweistellig ein.

Auf Basis vorläufiger und noch ungeprüfter Zahlen sank der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023 gegenüber dem Vorjahreswert um 30 Prozent auf 85 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging sogar um 70 Prozent auf 6 Millionen Euro zurück, vor Steuern und Zinsen (EBIT) rutschte das Ergebnis mit -2 Millionen Euro in die roten Zahlen ab (Vorjahr: 13 Millionen Euro).

Als Hauptgrund für die schlechte Entwicklung gibt der Vorstand von Hypoport einen “signifikanten Einbruch des privaten Immobilienfinanzierungsmarktes ab Sommer 2022” an.

Gesamtjahresprognose wird angepasst

Nach den bislang im ersten Halbjahr erzielten Ergebnissen, der unerwartet schwachen Entwicklung im Segment Immobilienfinanzierung und einer verhaltenen Markterholung muss der Hypoport-Vorstand seine Gesamtjahresprognose anpassen und rechnet jetzt unter der Annahme, dass sich der Immobilienfinanzierungsmarkt in der zweiten Jahreshälfte leicht belebt, für 2023 mit einem Umsatzrückgang von bis zu 15 Prozent (2022: 455,5 Millionen Euro). Beim EBIT wird nun mit einem Rückgang auf mindestens 10 Millionen Euro gerechnet (2022: 24,7 Millionen Euro).

Hypoport-Aktien brechen zweistellig ein

Die Anleger reagieren geschockt und trennen sich von Hypoport-Aktien. Die brechen aktuell um 17,6 Prozent auf 156,50 Euro ein und sind damit auch der mit Abstand schwächste Wert im Nebenwerteindex SDAX.